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Schwerstes Beben der Geschichte - Über 30 Tote nach Erdbeben in Mexiko

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Ein schweres Erdbeben vor der Pazifikküste hat den Süden von Mexiko erschüttert. Häuser stürzten ein, nach jüngsten Angaben kamen mindestens 32 Menschen ums Leben. Auch in Mexiko-Stadt gerieten Häuser ins Wanken. Die Lage ist unübersichtlich. Wegen eines möglichen Tsunami räumten die Behörden einen Hafenort.

Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 8,1 in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 30 gestiegen. Das Epizentrum des Bebens lag vor der Küste des Bundesstaates Chiapas im Pazifik. Das Seismologische Institut verzeichnete rund 185 Nachbeben.

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Die US-Erdbebenwarte USGS und das Deutsche Geo-Forschungszentrumhatte GFZ gaben die Stärke mit 8,1 an. Demnach wurde das Beben rund hundert Kilometer vor der Küste des Bundesstaats Chiapas im Pazifik registriert. Die mexikanische Erdbebenwarte korrigierte ihre Angaben zur Stärke mehrfach und sprach zuletzt von 8,2. Das Erdbeben habe sich in einer Tiefe von 19 Kilometern ereignet.

Hafenort wegen Tsunami-Gefahr geräumt

Bei dem schwersten je gemessenen Erdbeben in der Geschichte Mexikos sind mindestens 32 Menschen getötet worden. Das geht aus neuen Zahlen des Katastrophenschutzes und des Gouverneurs des Staates Oaxaca, Alejandro Murat, hervor. Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung für die Küsten mehrerer Länder in der Region aus. In Chiapas wurden die Bewohner des Hafenortes Puerto Madero vorsichtshalber in Sicherheit gebracht.

"Es ist das stärkste Erdbeben innerhalb eines Jahrhunderts", sagte Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto bei einem Besuch im nationalen Katastrophenabwehrzentrum.

Zahlreiche Gebäude eingestürzt

Die Lage nach den schweren Beben ist noch unübersichtlich. Nach Angaben lokaler Medien stürzte in der Stadt Matías Romero im Bundesstaat Oaxaca ein Hotel ein. Auch aus anderen Städten wurden Bilder eingestürzter Gebäude und von Autos verbreitet, die von Steinbergen begraben wurden.

Der Gouverneur von Chiapas, Manuel Velasco, sagte dem Fernsehsender Milenio TV, dass Krankenhäuser und Schulen beschädigt worden seien. Der Zivilschutz von Chiapas warnte Bewohner über Twitter vor Nachbeben.

Teile von Mexiko-Stadt ohne Strom

Das Beben war so stark, dass verängstigte Bewohner in der mehr als 1.000 Kilometer entfernten mexikanischen Hauptstadt aus Wohngebäuden flüchteten. Sie versammelten sich auf den Straßen. Viertel von Mexiko-Stadt waren ohne Strom. Hubschrauber flogen mit Scheinwerfern über der Stadt.

Mexiko war im September 1985 von einem Erdbeben der Stärke 8,1 erschüttert worden. Dabei wurden große Teile der Hauptstadt Mexiko-Stadt zerstört, mehr als 10.000 Menschen kamen ums Leben. Nach der Naturkatastrophe verschärften die Behörden die Bauvorschriften und führten ein Warnsystem ein.

Gefahrenzone "Pazifischer Feuerring"

Die betroffene Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird.

Im Golf von Mexiko ist derzeit zudem der Wirbelsturm "Katia" unterwegs. Eine Hurrikan-Warnung sei für Teile des Staats Veracruz ausgegeben worden, berichtete der Wettersender Hurricane News. Im Osten Mexikos könnte es am Freitag und am Wochenende zu heftigem Regen und Sturmböen kommen.

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