Sie sind hier:

Ministerpräsidentin bleibt sie - Schwesig: "Diagnose hat mich schwer getroffen"

Datum:

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig hat Brustkrebs und legt deswegen ihr Parteiamt im Bund nieder. Sie ist aber zuversichtlich, wieder gesund zu werden.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig tritt wegen einer Krebserkrankung von ihrem Amt als kommissarische SPD-Chefin zurück. Sie werde jedoch Regierungschefin in ihrem Bundesland bleiben, teilte die 45-Jährige am Dienstag mit.

"Diagnose hat mich und meine Familie schwer getroffen"

Sie sei zuversichtlich, wieder gesund zu werden. "Die gute Nachricht ist: Dieser Krebs ist heilbar. Allerdings ist dafür eine medizinische Behandlung notwendig. Dies wird dazu führen, dass ich in den kommenden Monaten nicht an allen Tagen öffentliche Termine wahrnehmen kann. Ich habe deshalb die Ministerinnen und Minister gebeten, mich an diesen Tagen zu vertreten", erklärte Schwesig laut einer Mitteilung der Staatskanzlei in Schwerin.

Nach intensiven Gesprächen mit den behandelnden Ärzten bin ich zuversichtlich, dass ich wieder gesund werden kann.

"Die Diagnose hat mich und meine Familie schwer getroffen", sagte Schwesig in einer persönlichen Erklärung. "Nach intensiven Gesprächen mit den behandelnden Ärzten bin ich zuversichtlich, dass ich wieder gesund werden kann." Allerdings sei auch klar, dass sie über einen gewissen Zeitraum ihre Arbeitsbelastung reduzieren müsse. "Jeder weiß, dass ich diese Aufgaben gerne ausgefüllt habe", erklärte Schwesig weiter. "Für mich ist jetzt wichtig, dass ich all meine Kraft für das Land Mecklenburg-Vorpommern, meine Familie und meine Gesundheit brauchen werde."

Seit 2017 Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern

Die frühere Bundesfamilienministerin gehört zu den drei SPD-Vizevorsitzenden, die nach dem Rücktritt von Andrea Nahles die Sozialdemokraten übergangsweise führen. Sie ist seit Juli 2017 Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern und übernahm das Amt von ihrem Parteikollegen Erwin Sellering, nachdem dieser ebenfalls an Krebs erkrankt war.

Die am 23. Mai 1974 in Frankfurt (Oder) geborene studierte Finanzbeamtin wurde 2008 Landessozialministerin in Schwerin und erlangte als junge Landespolitikerin Popularität. So rückte sie 2009 ins Wahlkampfteam des damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier auf und wurde noch im selben Jahr zur stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden gewählt. In der 2013 gebildeten Großen Koalition übernahm sie das Familienministerium, folgte aber kurz vor Ablauf der Legislaturperiode dem Ruf nach Schwerin. Wegen der Erkrankung des damaligen Ministerpräsidenten Erwin Sellering wurde sie neue Regierungschefin im Nordosten. Die Sozialdemokratin wurde damit Deutschlands jüngste Ministerpräsidentin. Die Politikerin ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Auch die beiden anderen kommissarischen SPD-Bundesvorsitzenden, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel, äußerten sich zu Schwesigs Mitteilung. Dies sei eine "traurige und erschreckende Nachricht", sagte Dreyer in einer Erklärung. "Sie ist eine starke Frau und darf zuversichtlich sein". Die Parteiführung werde durch Schwesigs Rückzug jedoch nicht erschüttert. "Die Partei wird weiter geführt von uns beiden", sagte sie mit Blick auf den Bundesvorsitz der Partei. "Malu Dreyer und ich übernehmen das Amt nun alleine", bestätigte Schäfer-Gümbel.

Mohring wünscht Schwesig Kraft und Zuversicht

Zuletzt hatte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nach einer Hautkrebstherapie öffentlich über einen vorzeitigen Amtsverzicht nachgedacht. Auch der CDU-Landesvorsitzende in Thüringen, Mike Mohring, hatte mit einer Krebserkrankung zu kämpfen und wünschte Schwesig per Twitter Kraft und Zuversicht. "Von Herzen wünsche ich Ihnen Genesung und auf dem anstrengenden Weg dahin, Kraft und Zuversicht, ein Licht an dunklen Tagen und wenn ich das darf, Gottes reichen Segen", schrieb er am Dienstag. Mohring hatte seine im vergangenen Herbst festgestellte Krebserkrankung zu Jahresbeginn öffentlich gemacht. Seine Akuttherapie ist inzwischen abgeschlossen.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.