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Unglück in Bottrop - Ballon im Strommast: Knifflige Bergung

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Die Ballonfahrer sind in Sicherheit, jetzt muss noch ihr Fluggerät runter vom Strommast: Nach dem Unglück in Bottrop arbeiten Experten an der komplizierten Bergung.

Verunglückter Heißluftballon wird geborgen
In Strommast verfangen: Heißluftballon in Bottrop
Quelle: dpa

Mühevolle Handarbeit: Der Netzbetreiber Amprion damit begonnen, den in Bottrop verunglückten Heißluftballon von einem Strommast herunterzuholen. Spezialisten arbeiteten in 65 Metern Höhe daran, die Ballonhülle von den abgeschalteten Leitungen zu ziehen. Erst danach sollte der Ballonkorb geborgen werden.

Die Arbeiten gestalteten sich aufwendiger als zunächst gedacht - sie sollten am Abend so lange wie möglich fortgesetzt werden. Am späten Nachmittag hatten die Amprion-Mitarbeiter erst einige Teile der Ballonhülle geborgen. "Es geht Schritt für Schritt voran", sagte eine Sprecherin. Das Unternehmen ging davon aus, dass die Aktion am Dienstag weitergeführt werden muss.

Stundenlange Rettungsaktion

Der Heißluftballon hatte sich am späten Sonntagnachmittag in dem Strommast verfangen, der Korb mit sechs Insassen baumelte an der Spitze des Strommasts. Höhenretter sicherten zuerst den Korb, dann wurden der Pilot und fünf Passagiere nach und nach abgeseilt. Sie alle kamen wohlbehalten unten an. Die Aktion dauerte mehr als fünf Stunden. Die Insassen hatten großes Glück: Nur der Ballon mit seiner nicht stromleitenden Hülle kam mit den Leitungen in Berührung, nicht aber der Korb selbst. Während der Rettungsaktion wurde der Strom an den 380.000-Volt-Leitungen abgestellt.

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) begann mit Untersuchungen. "Wir stehen noch absolut am Anfang", sagte Behördensprecher Jens Friedemann. Untersucht werde etwa, ob Hülle oder Korb beschädigt seien oder ob es ein technisches Problem mit dem Brenner gegeben habe. Geprüft werde auch, wann der Ballon zum letzten Mal gewartet wurde. Die Polizei ist in die Ermittlungen eingebunden.

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