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"Sea-Watch 3" beschlagnahmt - Migranten verlassen Schiff

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Kapitänin festgenommen - "Sea-Watch 3" beschlagnahmt - Migranten verlassen Schiff

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Kein Land wollte die Flüchtlinge aufnehmen. Nun hat die deutsche Kapitänin Rackete Fakten geschaffen und ihr Schiff in den Hafen von Lampedusa gesteuert.

Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch ist nach dem unerlaubten Anlegen im Hafen der italienischen Insel Lampedusa und der Festnahme der Kapitänin beschlagnahmt worden. Das bestätigte der Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Rom.

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Im Hafen wurde das Schiff von Unterstützern mit Applaus begrüßt. Rackete wurde anschließend von Polizisten abgeführt. Ihr wird vorgeworfen, die Anweisungen eines Militärschiffs missachtet zu haben, nachdem sie das Schiff ohne Erlaubnis in den Hafen gesteuert hatte. Laut der Zeitung "La Repubblica" hatte ein Boot der Küstenwache vergeblich versucht, die "Sea-Watch 3" am Einlaufen zu hindern, indem es mehrfach zwischen dem Flüchtlings-Rettungsschiff und dem Kai kreuzte.

Migranten verlassen das Schiff

Die Migranten seien von Bord gegangen. Sie waren vor mehr als zwei Wochen vor der libyschen Küste von der Organisation gerettet worden. Seitdem wartete Sea-Watch vergeblich auf die Zuweisung eines sicheren Hafens in Europa. Was nun mit den Migranten passieren sollte, war zunächst unklar. Mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland, hatten sich bereit erklärt, Schutzsuchende aufzunehmen.

Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge drohen der 31-jährigen Kapitänin Carola Rackete drei bis zehn Jahre Haft, weil sie gegen ein Kriegsschiff Widerstand geleistet oder Gewalt angewendet habe.

Eine junge Frau wird in einem europäischen Land verhaftet, weil sie Menschenleben gerettet hat und die geretteten Menschen sicher an Land bringen will. Eine Schande für Europa.
Heinrich Bedford-Strohm, Evangelischen Kirche Deutschland

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, nennt die Festnahme eine "Schande für Europa". Er sei "traurig und zornig", erklärte der Landesbischof am Samstag in Hannover. "Eine junge Frau wird in einem europäischen Land verhaftet, weil sie Menschenleben gerettet hat und die geretteten Menschen sicher an Land bringen will. Eine Schande für Europa." Seine Gedanken und Gebete seien bei der Kapitänin Carola Rackete.

Kipping und Maas fordern die Freilassung der Kapitänin

Die Linken-Bundesvorsitzende Katja Kipping fordert in den sozialen Medien die Bundesregierung auf, sich für die Freilassung Racketes einzusetzen. Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) schreibt auf Twitter: "Menschenleben zu retten ist eine humanitäre Verpflichtung. Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden." Es sei jetzt an der italienischen Justiz, die Vorwürfe schnell zu klären.

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Seit Jahren streiten die EU-Länder über einen Mechanismus zur Verteilung der Bootsflüchtlinge. Eine Lösung ist trotz des erheblichen Drucks, den die populistische Regierung in Rom seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr in der Frage ausübt, nicht zu erkennen.

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