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Hilfsorganisation - Sea-Watch "endlich wieder" auf Rettungsmission

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Italiens Regierung macht Hilfsorganisationen im Mittelmeer immer mehr Druck. Die zeigen sich empört - und Sea-Watch startet unbeirrt eine neue Rettungsmission.

Die «Sea-Watch 3« vor Malta.
Startet neue Mission: Die "Sea-Watch 3" (Archivbild)
Quelle: Chris Grodotzki/Sea-Watch.org/dpa

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch ist wieder zu einer Mission zur Rettung von Migranten im Mittelmeer aufgebrochen. Nachdem ein niederländisches Gericht eine Blockade aufgehoben hätte, "sind wir endlich wieder unterwegs ins Suchgebiet", twitterte die Organisation am Samstagabend.

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Vor allem Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini droht privaten Rettern immer wieder mit Ermittlungen, sollten sie unerlaubt Geflüchtete nach Italien bringen.

Salvini will Strafen pro gerettetem Migranten

Die "Sea-Watch 3" fährt unter niederländischer Flagge und wurde wie andere NGO-Schiffe zuletzt mit geretteten Migranten an Bord auf dem Meer blockiert. Anschließend konnte die NGO wegen eines Rechtsstreits in den Niederlanden nicht in See stechen.

Am Wochenende sorgte Salvini mit einem neuen Plan für Empörung. Demnach sollen Retter, die unerlaubt Geflüchtete nach Italien bringen, eine Strafe zwischen 3.500 und 5.500 Euro pro an Land gebrachten Migranten bezahlen. "Vielleicht ist es der Moment, sich zu fragen, ob dieses Land nicht die Schwelle zum Abgrund übertreten hat", erklärte die italienische Hilfsorganisation Mediterranea. Das Recht auf Leben und die Solidarität werde kriminalisiert.

85 Migranten vor Malta gerettet

Italien unterstützt die libysche Küstenwache dabei, die Menschen zurück in das Bürgerkriegsland zu bringen. Dort drohen den Migranten nach Angaben von internationalen Helfern allerdings schwerste Misshandlungen. Italien pocht auf eine gerechte Verteilung von Geflüchteten auf alle EU-Staaten.

Trotz allem machen sich immer wieder Menschen auf den gefährlichen Weg in Richtung Europa. Die maltesischen Streitkräfte retteten zuletzt 85 Migranten aus Seenot und brachten sie an Land.

65 Menschen vor Tunesien ertrunken

Es ist klar, dass die Überfahrt über das Mittelmeer nun so gefährlich wie nie zuvor ist.
Flavio Di Giacomo, UNHCR-Sprecher

Erst am Freitag waren vor der Küste Tunesiens mindestens 65 Menschen beim Untergang eines Boots mit Migranten auf dem Weg nach Europa ertrunken. Es war das schlimmste Unglück dieser Art seit Monaten.

Die Zahl der Migranten, die sich auf den Weg über das zentrale Mittelmeer nach Europa machen, sei zwar drastisch gesunken, erklärte der Sprecher des UN-Flüchtlingswerkes UNHCR, Flavio Di Giacomo. Die Zahl der Toten liege aber in diesem Jahr mit 307 fast auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum mit 383. "Es ist klar, dass die Überfahrt über das Mittelmeer nun so gefährlich wie nie zuvor ist", so Di Giacomo.

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