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Jamaika-Gespräche - Seehofer: Treffen hat Atmosphäre gut getan

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Horst Seehofer schaut ein wenig optimistischer Richtung Jamaika. Am Sonntagabend waren die Parteispitzen der möglichen Koalitionäre zu einem Geheimtreffen zusammengekommen.

CSU-Chef Horst Seehofer
CSU-Chef Horst Seehofer Quelle: Peter Kneffel/dpa

CSU-Chef Horst Seehofer hat sich vor dem Start einer neuen Verhandlungsrunde über ein Jamaika-Bündnis vorsichtig zuversichtlich geäußert. "Wir müssen ja eine stabile Regierung bilden, das wollen wir. Und dazu müssen wir vor allem inhaltlich ein Zukunftsprojekt formulieren. Und das ist bekanntlich nicht einfach", sagte Seehofer am Montag in Berlin vor Beginn von Gesprächen über die Bereiche Bildung, Arbeit, Rente sowie Inneres.

Noch "viele solcher Gespräche" nötig

Das Treffen der Parteichefs von CDU, CSU, FDP und Grünen vom Vorabend habe der Atmosphäre gut getan. "Aber es ist jetzt nicht in einer Nacht leichter geworden. Einfach von der Sache her." Hintergrund des Gesprächs zwischen CDU-Chefin Angela Merkel, dem FDP-Vorsitzenden Christian Lindner, Seehofer, den Grünen-Parteichefs Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir in der bayerischen Landesvertretung waren Spannungen, die in den Sondierungen über Finanzen, Migration und Klima aufgetreten waren.

"Ich mache seit 1982 sämtliche Koalitionsverhandlungen mit", sagte Seehofer. "Die waren noch nie einfach, ganz gleich mit welchem Partner. Das Schlechteste ist, wenn die Spitzen der möglichen Koalition zu viel in der Öffentlichkeit über Inhalte reden." Das Gespräch der Parteivorsitzenden sei eine Normalität gewesen. "Es wird noch viele solcher Gespräche geben, bis wir eine Koalition möglicherweise bilden können", sagte der CSU-Chef.

Seehofer verzichtet auf "Wahrsagerei"

Bei den strittigen Themen Migration und Klimaschutz arbeite man an Lösungen, sagte Seehofer. "Wer Lösungen will, muss miteinander reden und in der Öffentlichkeit zurückhaltend sein." Auch auf eine Wahrscheinlichkeit, wie sicher es zu einer Koalitionsbildung kommen werde, wollte er sich nicht festlegen lassen: "Das ist doch alles Wahrsagerei. An der beteilige ich mich nicht."

Auch zum Vorstoß von CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn, der in der "Rheinischen Post" die Abschaffung der Rente mit 63 für langjährige Beschäftigte verlangt hatte, wollte sich Seehofer nicht äußern. Er habe selbst die Rententhematik in den Verhandlungen in der Hand, weil er seit 30 Jahren auf diesem Feld tätig sei, sagte der CSU-Chef. "Und ich hab' da meine Vorstellungen, wie wir Altersarmut in der Zukunft verhindern können, ohne dass wir die junge Generation überfordern, aber für die ältere Generation die soziale Absicherung verbessern."

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