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Bayern - Seehofers halber Verzicht löst CSU-Problem nicht

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Die Doppelspitze war in der CSU oft ein Kampf - Horst Seehofer hat mit seinem halben Machtverzicht das Führungsproblem in der Partei nicht gelöst.

Die CSU sortiert sich neu – dazu ein Kommentar von Wulf Schmiese, Redaktionsleiter des heutejournal.

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Klar, dass Markus Söder und Horst Seehofer nun von einer guten Lösung sprechen. Doch die Doppelspitze war in der CSU oft ein Kampf.

Absolute Mehrheit nie so gefährdet wie heute

Streibl gegen Waigel. Waigel gegen Stoiber. Und dann das Duo Huber/Beckstein, das wegen seiner Schwäche gestürzt wurde von Horst Seehofer selbst, der sagte: Solange die absolute Mehrheit in Gefahr ist, gehören beide Ämter in eine Hand. Nämlich in seine - damals.

Die absolute Mehrheit der CSU war nie so gefährdet wie heute. Und allen Versicherungen zum Trotz: Ein Parteivorsitzender Seehofer und ein Ministerpräsident Söder bilden kein Tandem. Seehofer hält Söder als Nachfolger für ungeeignet. Söder hat deshalb alles getan, Seehofer zu verdrängen - und hat ihn damit nach rechts getrieben.

Seehofers Widerstand gegen Merkels Flüchtlingspolitik diente vor allem dazu, schärfer und kantiger wahrgenommen zu werden als Söder. Zwei Jahre Streit in der Union trugen dazu bei, dass Deutschland heute schwer regierbar ist.

"Bayern first"

Möglich, dass Seehofer nun hofft, anstatt in Bayern fortan in Berlin der mächtige Mann sein zu können. Für eine Regierung Merkel könnte es kurzfristig von Vorteil sein, ihn etwa als Innen- oder sogar als Finanzminister einzubinden. "Bayern first" -  daheim die absolute Mehrheit zu halten, das ist nun an erster Stelle Söders Problem.

Der aber könnte sich genau deshalb von der Bundesregierung abkoppeln und weit nach rechts schwenken im Glauben, nur so die Landtagswahl politisch überleben zu können.

Nein, Herr Seehofer, Sie haben durch Ihren halben Machtverzicht Ihr Führungsproblem nicht gelöst und erst recht nicht das der CSU.

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