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Arizona - Selbstfahrendes Uber-Auto fährt Frau tot

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Technik soll es besser machen als der Mensch, sagen die Entwickler selbstfahrender Autos. Aber auch Technik macht Fehler - sogar tödliche, wie jetzt in Arizona.

Firmenzentrale von Uber in San Francisco
Testet Roboter-Taxis: Internet-Fahrdienst Uber Quelle: ap

Im US-Bundesstaat Arizona hat sich ein tödlicher Unfall mit einem selbstfahrenden Auto des Internet-Fahrdienstes Uber ereignet. Ein Roboterwagen erfasste in der Stadt Tempe eine Frau, die die Fahrbahn überquerte. Hinter dem Steuer habe sich zur Sicherheit ein Fahrer befunden, aber das Auto sei im Selbstfahrmodus gewesen, als es zu dem Unfall kam, teilte die Polizei mit. Die Fußgängerin starb an ihren Verletzungen.

Selbstfahr-Test gestoppt

Zum näheren Ablauf des Unfalls gab es zunächst keine Angaben. Uber teilte mit, das Unternehmen kooperiere mit den Ermittlungen. Firmenchef Dara Khosrowshahi sprach bei Twitter von "unglaublich traurigen Nachrichten". Uber kündigte an, sein Programm für selbstfahrende Autos in den gesamten USA zu stoppen. Für das Unternehmen war es der erste tödliche Unfall mit einem seiner selbstfahrenden Autos.

Uber ist eines von mehreren Dutzend Firmen, die eigene Systeme für autonom fahrende Autos entwickeln und auf öffentlichen Straßen in den USA testen. Zugleich war das Roboterwagen-Programm des Fahrzeug-Vermittlers von Anfang an von Problemen belastet. Gleich am ersten Test-Tag in San Francisco wurde ein Uber-Wagen dabei gefilmt, wie er über eine rote Ampel fuhr. Vor gut einem Jahr klagte die Google-Schwesterfirma Waymo mit dem Vorwurf, bei Uber werde von ihr gestohlene Roboterauto-Technologie verwendet. Die Klage wurde vor kurzem beigelegt, belastete aber das Uber-Programm.

Eigentlich soll Technik Unfälle verhindern

Im Jahr 2016 war bereits ein Mensch am Steuer eines vom Computer gesteuerten Autos gestorben. Allerdings hatte damals der Fahrer des Tesla die Kontrolle dem Fahrassistenzsystem des Elektroautos überlassen, obwohl bekannt war, dass es nicht in der Lage war, komplett die Steuerung des Wagens zu übernehmen. Er raste unter einen Lastwagen-Anhänger, der die Straße querte. Fahrzeuge wie die umgebauten Uber-Autos sind dagegen dafür gedacht, ohne Beteiligung des Menschen zu fahren, auch wenn derzeit die Sicherheitsfahrer noch häufig eingreifen. Zugleich ließ Kalifornien jüngst grundsätzlich auch den Betrieb von Roboterwagen mit Lenkrad und Pedale zu, die ausschließlich vom Computer oder per Funk gesteuert werden.

Dass 90 Prozent der Unfälle auf Fehler von Menschen zurückgingen und die Technik autonomer Fahrzeuge sie verhindern werde, ist ein zentrales Argument der Entwickler von Roboterwagen. Für Tests mit diesen Fahrzeugen hat die US-Bundesregierung bisher nur freiwillige Richtlinien vorgeben. Technologie- und Autounternehmen die Aufgabe hätten, den Menschen die Angst zu nehmen, sagte Verkehrsministerin Elaine Chao. Die Aussage bezog sie auf eine Studie, der zufolge 78 Prozent der Amerkianer Angst vor einer Fahrt in einem selbstfahrenden Auto haben.

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