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Interview mit Paula Beer - Serien sind "viel einnehmender"

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Schauspielerin Paula Beer spricht beim Serienfestival in Cannes über den Suchtfaktor Serien.

Für Schauspielerin Paula Beer haben Serien gegenüber Filmen einen klaren Vorteil: Sie sind viel einnehmender. Das sagte Beer auf dem Serien-Festival in Cannes.

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heute.de: Was für ein Typ Seriengucker sind Sie denn?

Paula Beer: Serien sind ja dafür gemacht, dass man Lust hat, sich drei, vier, fünf Staffeln anzugucken. Und ich finde, da muss man auch am Anfang direkt mitgenommen werden. Nicht, dass die Serie von einem erwartet, erstmal die ersten fünf Folgen durchzuhalten, bevor es spannend wird. Ich bin jemand, der auch früh ausschaltet, wenn ich merke, es interessiert mich nicht, das Thema, die Figuren oder was auch immer. Aber wenn ich es gut finde, dann gucke ich es auch alles und auch gerne mal einen ganzen Tag. Und dann sitze ich den ganzen Tag vorm Fernseher.

heute.de: Was ist Ihre schlimmste Erfahrung mit Binge-Watching? Welche Serie, wie viele Folgen oder Staffeln?

Beer: Was ich am Stück geguckt habe? O Gott, das darf man ja nicht öffentlich sagen. Aber ich habe zum Beispiel "4 Blocks", was ja noch nicht so lange her ist, dass das rausgekommen ist, das habe ich an einem ganzen Nachmittag geguckt, und da sitzt man ja dann schon mal sechs Stunden. "Breaking Bad" habe ich mehrfach durchgeguckt, "Fargo" habe ich auch immer bis tief in die Nacht geguckt. Es gibt schon ein paar, wo mir einige Stunden Schlaf flöten gingen. 

heute.de: Gibt es ein Ritual? Machen Sie Tee, brauchen Sie Schokolade?

Beer: Nee, das nimmt man sich ja immer so vor, aber da habe ich die Chips wieder aufgegessen, bevor ich den Beamer aufgebaut habe, und dann gucke ich das so durch.

heute.de: Was ist denn das Besondere an Serien im Vergleich zu Kinofilmen?

Beer: Als Zuschauer ist es, was Dich viel länger begleitet. Man lernt Charakter immer neu kennen, es gibt neue Wendungen, man entdeckt die mit jeder Folge neu. Bei einer tollen Serie sagt man sich, ich hebe mir die letzte Serie auf, ich gucke das noch nicht, sonst ist es ja vorbei. Ich finde, dass Serien einen so begleiten. Manchmal weiß man noch, ach ja, damals habe ich "Breaking Bad" geguckt oder welche Serie auch immer. Ich finde, dass Serien deswegen viel einnehmender sind. Deswegen sage ich mir manchmal, ich fange jetzt keine neue Serie an, sonst gefällt mir das am Ende, und dann gucke ich das wieder die ganze Zeit. Ich glaube, das ist der Hauptunterschied als Zuschauer. 

Das Interview führte Ulrike Koltermann.

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