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"Kritische Schwelle" erreicht - UN-Experte sieht gefährliche Lage in Mali

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Die Lage in Mali ist schlimmer als vermutet. So äußert sich ein UN-Experte nach einem Besuch in dem Land. Dort sind auch deutsche Soldaten stationiert.

Bundeswehr in Mali (Archiv).
Bundeswehr in Mali (Archiv).
Quelle: Michael Kappeler/dpa

Die verheerende Sicherheitslage in Mali könnte einem UN-Experten zufolge zur "schwerwiegendsten Bedrohung" für den regionalen und internationalen Frieden werden. Das westafrikanische Land ist seit Jahren instabil, etliche Terrorgruppen sind dort aktiv. Eine UN-Mission mit deutscher Beteiligung versucht, das Land zu stabilisieren.

Allerdings werde die Sicherheitslage immer schlechter und habe nun eine "kritische Schwelle" erreicht, teilte UN-Experte Alioune Tine nach einem Besuch in Mali mit.

Gefährlichster Einsatz der Bundeswehr

Staatliche Institutionen seien in vielen Teilen des Landes gar nicht präsent, sagte Tine. Zudem werde der Staat angesichts der zunehmenden tödlichen Angriffe durch Terrorgruppen immer schwächer. Auch das politische, wirtschaftliche und soziale Klima ist demnach katastrophal und innerhalb der Bevölkerung steigt der Unmut.In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

Die Regierungen der Länder sind meist schwach, die Armut ist groß und der Zugang zu Bildung und Gesundheit sind sehr eingeschränkt - eine Situation, die die Extremisten ausnutzen. An der UN-Mission in Mali beteiligen sich bis zu 1100 deutsche Soldaten, der Einsatz gilt as der gefährlichste der Bundeswehr.

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