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Sicher in sozialen Netzwerken - So kommen Facebook und Co. nicht an Ihre Daten

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Der Datenhunger von sozialen Netzwerken ist groß. Denn je mehr sie über Nutzer wissen, desto mehr verdienen sie. Wie kann man seine Daten schützen?

Archiv: Ein Mann benutzt sein Smartphone
Ein Mann benutzt sein Smartphone (Archivbild). Quelle: dpa

Facebook und Co. sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie wird allein Facebook hierzulande von 20,5 Millionen Menschen mindestens einmal pro Woche genutzt. 13 Millionen Deutsche tummeln sich dort täglich. Deutlich geringer, aber immer noch beachtlich, sind die täglichen Nutzerzahlen bei Instagram (3,7 Millionen) und Snapchat (2,5 Millionen). Rund 600.000 Deutsche sind täglich bei Twitter aktiv.

Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre prüfen

Soziale Netzwerke verdienen ihr Geld mit Werbung. Alle Daten, die der Nutzer im Netzwerk hinterlässt, werden ausgewertet und zu Profilen verdichtet. Jede Statusmeldung, jedes Foto und jedes Video machen die Profile ein Stück genauer und die Werbung, die darauf basiert, eine Spur persönlicher. Der Nutzer gibt seine Daten aus der Hand. Wie die Netzwerkbetreiber mit den Daten umgehen und wer darauf Zugriff hat, kann er nicht mehr kontrollieren.

Alle Netzwerke bieten ihren Mitgliedern umfangreiche Einstellungen an, um ihre Privatsphäre zu schützen. So lässt sich bei Facebook im Detail festlegen, welche Informationen man mit wem innerhalb und außerhalb des Netzwerks teilt. Einzelne Nutzer oder ganze Nutzergruppen können ausgeschlossen werden. Zudem kann man einstellen, dass das Profil nur von den Freunden des Nutzers eingesehen werden kann. Fremde müssen draußen bleiben.

Selbstdatenschutz und Datensparsamkeit

Über die Einstellungen zur Privatsphäre schützt man sich zum Beispiel vor Stalkern oder kriminellen Datendieben, die Facebook auf der Suche nach öffentlich zugänglichen Profilen durchkämmen. Facebook selbst aber kann man nicht vom Datenzugriff ausschließen. Das bedeutet: Der Schutz der Privatsphäre fängt zuallererst beim Nutzer an. Nur was die Netzwerkbetreiber erst gar nicht erfahren, können sie auch nicht für ihre Zwecke nutzen. Selbstdatenschutz und Datensparsamkeit sind angesagt.

"Man sollte immer gucken, was teile ich auf Facebook. Muss ich mein Essen jetzt teilen", sagt Martin Holland, Redakteur von heise online, über den Datenmissbrauch bei Facebook.

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Besonders datenhungrig sind die Smartphone-Apps von Facebook und Co. Sie fordern bei ihrer Installation eine Vielzahl von Berechtigungen, um auf die im Smartphone gespeicherten Fotos und Videos, sowie auf die Adressbücher und Standortdaten zuzugreifen. Hier sollte man ganz genau hinsehen und Berechtigungen grundsätzlich nur für Funktionen erteilen, die für den Betrieb der App auch nötig seien, rät die EU-Datenschutzinitiative Klicksafe.

Facebook nicht im Hintergrund laufen lassen

Facebook sammelt Daten auch außerhalb seines Netzwerks, so etwa über den "Gefällt mir"-Button, der in viele Webseiten eingebettet ist. Völlig verhindern lässt sich das nicht. Man kann es Facebook und Co. aber schwerer machen, Surfdaten abzugreifen. So sollte man Facebook nie im Hintergrund laufen lassen, während man im Netz aktiv ist. Die gesammelten Surfdaten lassen sich andernfalls nämlich sofort dem eigenen Nutzerkonto zuordnen.

Um von Facebook und Co. beim Surfen im Netz nicht identifiziert zu werden, empfiehlt es sich zudem, den Cache seines Browsers und alle Cookies regelmäßig zu löschen. In den Einstellungen von Firefox oder Google Chrome sollte man die Annahme von Cookies, die von Drittanbietern stammen, unterbinden. Stiftung Warentest empfiehlt zudem Tracking-Blocker wie uBlock Origin, die im Browser installiert werden und viele neugierige Datenspione stoppen.

Vor Betrug und Datendiebstahl schützen

Auch Betrug, Datendiebstahl und Falschmeldungen machen den Nutzern der großen Netzwerke das Online-Leben schwer. Facebook, Twitter und Co. werden benutzt, um Schadprogramme zu verbreiten. Links zu manipulierten Webseiten werden über reißerische Postings oder Gewinnspiele verbreitet. Die Webseite Mimikama klärt regelmäßig über Betrugsmaschen und aktuelle Fake News auf.

Anmelden über Facebook? Bei vielen Apps und Webseiten kann man sich über sein Facebook-Konto registrieren. Das macht die Anmeldung einfach und bequem, füttert Facebook aber zusätzlich mit Daten. So erfährt das Unternehmen, welche Apps und Dienste man wann und wie häufig nutzt. Das mag bei einem Musikdienst wie Spotify noch harmlos sein. Nutzer der Dating-App Tinder sehen das vermutlich aber schon ganz anders – zumal, wenn sie verheiratet sind.

Vorsicht bei Apps von Drittanbietern

Aufpassen sollte man zudem, welche externen Apps und Dienste mit dem eigenen Konto verbunden sind. Der jüngste Datenskandal bei Facebook wurde durch eine solche App ausgelöst. In den Einstellungen der Netzwerke kann man überprüfen, welche Apps von Drittanbietern in welchem Umfang auf ein Konto Zugriff haben. Apps, die man nicht mehr benötigt, sollte man entfernen.

Privatsphäre: on - Die Apps im Überblick

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