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Klimapolitik : So steht es um den Klimaschutz in Deutschland

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Klimaneutral bis 2050 - die EU hat dieses Datum nun gestrichen, weil einzelne Länder sich querstellen. Deutschland bemüht sich, das Ziel zu erreichen, aber es reicht nicht aus.

Der Klimawandel wird von von fast zwei Drittel der Deutschen als das wichtigste Problem eingeschätzt.
Quelle: dpa

Das wurde bisher in Deutschland erreicht:

Ausbau von erneuerbaren Energien

Die Stromversorgung durch Erneuerbare Energien in Deutschland steigt seit Jahren. So ist der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch 2018 auf rund 38 Prozent gestiegen.

Aber: Der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch, der neben der Stromerzeugung auch die Bereiche Wärme und Treibstoffe umfasst, lag 2018 nur bei 14 Prozent.

Solaranlage im US-Bundesstaat New Mexico am 13.11.2017 in Albuquerque (USA)
Quelle: dpa

Förderung von Windkraft- und Solaranlagen

Seit 2000 verpflichtet das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Netzbetreiber, vorrangig den Strom aus erneuerbaren Quellen an ihr Netz anzuschließen, den erzeugten Strom abzunehmen und weiterzuleiten.

Aber: Durch eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2017 ist nicht mehr sichergestellt, dass ausreichende Mengen an Strom aus Erneuerbaren Energien zugebaut werden.  

Der Anteil des Stroms aus Windkraft steigt. Archivbild
Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa

Reduzierung von Treibhausgasemissionen

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren.

Aber: Zwischen 2000 und 2017 gingen die Treibhausgasemissionen in Deutschland nur um weniger als 0,7 Prozent pro Jahr zurück. In diesem Tempo sind die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, dem Deutschland zugestimmt hat, nicht einzuhalten. In Deutschland wäre das so frühestens 2100 möglich. Ziel des Abkommens ist es, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Archiv: Ein Schaufelradbagger arbeitet sich im Tagebau Garzweiler durch das Erdreich, aufgenommen am 18.09.2018
Braunkohletagebau (Symbolbild)
Quelle: dpa

Mehr Arbeitsplätze

Positiv ist, dass durch den Klimaschutz viele Arbeitsplätze geschaffen worden sind. Nach Zahlen des Umweltbundesamtes sind in diesem Bereich über eine Million Menschen beschäftigt. Allein in der Erneuerbare-Energien-Branche waren es 2016 rund 338.700 Arbeitsplätze, heißt es in dem Bericht.

Windräder Firma Adwen Bremerhaven
Quelle: ZDF

Aber: Eine Studie des Instituts für Wirtschaft (IW) zeigt, dass durch den Ausstieg aus der Braunkohle auch Arbeitsplätze gefährdet sind - etwa 72.000, etwa 21.000 davon unmittelbar in der Braunkohle-Wirtschaft. Die betroffenen Regionen in der Lausitz und im Rheinland sollen durch einen Strukturwandel entlastet werden. Die IW-Studie wurde vom Deutschen Braunkohlen-Industrie-Verein beauftragt.

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