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Parteitag - CSU kürt Söder fast einstimmig zu Seehofers Nachfolger

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Nun ist es endgültig: Markus Söder soll Horst Seehofer nächstes Jahr als Ministerpräsident beerben.

Horst Seehofer und Markus Söder beim CSU-Parteitag
Horst Seehofer und Markus Söder beim CSU-Parteitag Quelle: dpa

Beim CSU-Parteitag in Nürnberg wurde der 50-Jährige am Samstag fast einstimmig zu Seehofers Nachfolger gekürt - in einer offenen Abstimmung, bei einigen wenigen Gegenstimmen. Die offizielle Stabübergabe soll dann im ersten Quartal 2018 sein: Dann will Seehofer sein Amt abgeben, und Söder soll im Landtag zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten gewählt werden. "Ich werde mich mit ganzer Kraft, mit ganzer Leidenschaft für dieses Land und die CSU einsetzen", versprach Söder unter großem Applaus.

Söder, der als einziger Bewerber angetreten war, kündigte eine harte Auseinandersetzung besonders mit der AfD an. Der Wahlkampf werde schärfer geführt werden als bei der Bundestagswahl. "Einen Wahlschlaf wird es nicht geben. Wir machen nächstes Jahr Wahlkampf", rief Söder unter dem Applaus der Delegierten. Zwar sei die CSU eine Partei der Mitte. "Aber die demokratische Rechte gehört genauso dazu. Wir wollen sie einbinden." Die CSU stehe für Recht und Ordnung, konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber, eine deutsche Leitkultur sowie die Förderung von Wirtschaft, Bildung und Breitbandausbau.

Horst-Seehofer als Parteichef wiedergewählt

Zuvor war CSU-Parteichef Horst Seehofer in seinem Amt bestätigt worden. Der wiedergewählte Parteichef, der nach wochenlangem Machtkampf seinen Rückzug als Ministerpräsident bis Ende März angekündigt hatte, hatte zu Söders Wahl aufgerufen. Der Parteitag folgte damit auch einer Empfehlung der Landtagsfraktion, die Söder mit ihrer absoluten Mehrheit bereits im ersten Quartal zum Regierungschef wählen will. Die CSU will im Herbst ihre absolute Mehrheit im Landtag verteidigen. Sie konkurriert im konservativen Lager mit den im Parlament vertretenen Freien Wählern sowie mit der FDP und der AfD, bei deren Einzug in den Landtag die Alleinregierung der CSU infrage steht.

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