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Somalia - Viele Tote bei Anschlag in Mogadischu

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Ein Lastwagenfahrer hat sich auf einer der belebtesten Kreuzungen Mogadischus in die Luft gesprengt. Viele Menschen sind bei dem Anschlag in der Hauptstadt Somalias ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt.

Bei einem Anschlag radikaler Islamisten auf ein Restaurant in Somalia und einer anschließenden Geiselnahme sind nach Angaben der Polizei mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen, zehn weitere Menschen wurden verletzt.

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Bei einem der wohl schwersten Selbstmordanschläge der vergangenen Zeit in Somalia sind mindestens 50 Menschen getötet worden. Unbestätigten Angaben zufolge könnten mehr als 80 Menschen getötet worden sein. Zudem seien bei der Explosion einer Lastwagenbombe im Zentrum der Hauptstadt Mogadischu am Samstag Dutzende Menschen verletzt worden, sagte der Polizist Mohamed Dahir. Die meisten Opfer seien Zivilisten, sagte Mohamed Yusuf, ein Mitarbeiter des Madina-Krankenhauses, in das viele der Opfer gebracht wurden. Nach Angaben Dahirs starben auch mehrere Soldaten. Der Polizei zufolge könnte die Zahl der Toten weiter steigen.

Explosion auf einer der belebtesten Kreuzungen Mogadischus

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Der Informationsminister des Landes, Abdirahman Yarisow, machte aber die Terrormiliz Al-Shabaab dafür verantwortlich. "Die Regierung arbeitet daran, Informationen über die genaue Todeszahl dieses entsetzlichen Angriffs durch Terroristen zu sammeln", sagte er im staatlichen Radiosender. Was genau das Ziel des Anschlags war, war zunächst unklar.

Ein Lastwagen sei am Samstag mit hoher Geschwindigkeit eine Straße entlang gerast und habe im Stau stehende Motorräder sowie Autos überrollt oder aus dem Weg geschoben, berichteten Augenzeugen. Sicherheitskräfte hatten demnach versucht, auf den Fahrer zu schießen, er erreichte aber dennoch eine der belebtesten Kreuzungen in Mogadischu und sprengte sich dort in die Luft.

Die Explosion habe umliegende Gebäude massiv beschädigt, berichtete ein dpa-Reporter, der sich zu der Zeit des Anschlags in der Nähe befand. Einige Gebäude seien ganz oder teilweise eingestürzt. Noch in einer Entfernung von Hunderten Metern gingen demnach Fenster und Türen von Häusern kaputt. Der Bürgermeister von Mogadischu, Thaabid Abdi, forderte Bagger an, um Opfer aus den Trümmern zu bergen.

Somalia: Immer wieder Ziel von Anschlägen

In der Gegend befinden sich etliche Hotels, Läden, Restaurants und Regierungsgebäude. Augenzeugen berichteten, womöglich sei ein bei Regierungsmitarbeitern, Journalisten und aus dem Ausland zurückkehrenden Somalis beliebtes Hotel Ziel des Attentäters gewesen.

"Ich habe noch nie so einen schlimmen Anschlag gesehen", sagte Ahmed Hassan, ein Augenzeuge. "Die Zerstörung sieht aus wie nach einem Erdbeben." Ein weiterer Augenzeuge, Abdiasis Qorane, sagte, sein Auto sei eines von mehr als hundert Fahrzeugen gewesen, die durch die Explosion ausbrannten. "Überall war Blut", sagte er.

In Somalia kommt es immer wieder zu Anschlägen durch Al-Shabaab. Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida in Verbindung stehenden militanten Sunniten wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat mit strikter Auslegung des islamischen Rechts errichten. Eine 22 000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Gruppe.

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