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Sommer extrem - Enorme Hitze bringt Sportler an ihre Grenzen

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Die Hitze bringt Athleten im ganzen Land an ihre Grenzen. Beim Ironman in Frankfurt und beim Halbmarathon in Hamburg zeigen sich die Gefahren des Sports bei Extremtemperaturen.

Jan Frodeno bei der Ironman-EM in Frankfurt
Bei Temperaturen um die 40 Grad war Wasser oft die einzige Möglichkeit der Abkühlung. Hier Ironman-Gewinner Jan Frodeno in Frankfurt
Quelle: reuters

Extreme Hitze mit Temperaturen von teilweise fast 40 Grad hat bei mehreren Sportveranstaltungen in ganz Deutschland für Probleme gesorgt. Am Sonntag brach die beim Ironman in Frankfurt/Main klar führende Amerikanerin Sarah True Tausend Meter vor dem Ziel völlig entkräftet zusammen, beim Halbmarathon in Hamburg kollabierten mehrere Läufer und auch beim Leichtathletik-Meeting in Ratingen und den deutschen Straßenradmeisterschaft am Sachsenring brachten die Extrembedingungen die Athleten an ihre körperlichen Grenzen.

Ironman-Triathlon: Sarah True bricht kurz vor Ziel zusammen

Während der ehemalige Weltmeister Jan Frodeno in der Gluthitze in Hessen den Titel bei der Ironman-EM holte und anschließend von einem "wirklich harter Kampf" sprach, torkelte True am Ende des abschließenden Marathons nur noch. Die 37-Jährige nahm nicht einmal mehr die Verpflegungsstationen wahr, an denen sie kurz vor ihrem Zusammenbruch noch vorbeigelaufen war. Den Titel der Frauen sicherte sich so Skye Moench aus den USA, während True behandelt werden musste.

Sarah True beim Ironman in Frankfurt
Sarah True musste ihren Vorsprung kurz vor dem Ziel aus gesundheitlichen Gründen aufgeben
Quelle: ap

Halbmarathon in Hamburg: Engpässe an Wasser-Nachfüllstationen

Medizinische Hilfe war auch bei bis zu 35 Grad in Hamburg nötig. "Wir haben uns schon vor drei Wochen auf Hitze vorbereitet und die Teilnehmer informiert und ihnen Tipps gegeben", sagte Halbmarathon-Organisator Karsten Schölermann. "Wasser war nicht unser Problem. Es waren neben den sieben üblichen Wasserstellen fünf weitere Punkte eingerichtet worden." Allerdings gab es an den Wasserstellen Engpässe beim Nachfüllen der Becher. An einigen Stationen musste die Feuerwehr für Nachschub sorgen.

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141 Läufer mussten versorgt werden, davon wurden 57 in Krankenhäuser gebracht, teilte die Hamburger Feuerwehr mit. Die Rettungsleitstelle hatte Alarmstufe "Notfall mit Massenanfall von Verletzten" ausgelöst. Von 11.215 gemeldeten Läufern waren 8.402 an den Start gegangen, von denen 8.056 das Ziel erreichten.

Heißer Sand bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg

Bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg herrschte auf dem Center Court eine Spitzentemperatur von 47 Grad in der Sonne. "Das ist ein Kessel, der Sand wird extrem warm. Man hat nicht nur von oben Hitze, sondern auch von unten. Da muss man zwischendurch immer wieder runterkühlen", erklärte Nationalspieler Philipp Arne Bergmann. Sein Teamkollege Yannick Harms meinte: "Du musst einfach versuchen, den Körper mit Eis und Wasser in Fahrt zu halten."

Kalte Getränke und Eis schaffen Abhilfe

In Ratingen lagen die Siebenkämpferinnen am Sonntagnachmittag nach dem letzten Lauf über 800 Meter völlig erschöpft auf dem Boden und kühlten sich mit Eis und Wasser. Auch die Radprofis um den neuen deutschen Meister Maximilian Schachmann lieferten sich auf dem Sachsenring bei mehr als 35 Grad eine wahre Hitzeschlacht. Dass nur 14 von 190 gemeldeten Fahrern das Ziel erreichten, lag aber an den besonderen Regeln des Wettkampfs, nicht an den Bedingungen.

Radprofi Marcus Burghardt war nach dem Straßenrennen auf dem Sachsenring einfach nur platt. "14 Flaschen a 0,5 Liter" habe er getrunken, sagte der Ex-Meister. "Es war schon sehr sehr heiß. Das war heute schon ein entscheidender Faktor", befand der neue deutsche Straßenmeister Maximilian Schachmann. "Die ersten drei Runden wurden schon sehr knackig gefahren, da wurde es durch die Hitze schnell ein Ausscheidungsfahren."

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