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Union und SPD kurz vor dem Ziel? - Ringen um die letzten Streitpunkte

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Seit mehr als 20 Stunden ringen Union und SPD um ein Sondierungsergebnis. Die Zeit drängt. Denn schon am Vormittag wollten die Parteien das Resultat in ihren Gremien diskutieren.

Union und SPD ist es trotz einer Nachtsitzung noch nicht gelungen, sich auf ein Sondierungsergebnis zu verständigen. Bislang ist kein Ende der Gespräche in Sicht.

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Die Sondierer von Union und SPD ringen in Berlin weiter um ein Sondierungsergebnis. Auch am frühen Freitagmorgen sind offenbar noch nicht alle Streitpunkte geklärt - nach gut 20-stündigen Gesprächen der Unterhändler in der SPD-Zentrale. ZDF-Hauptstadtkorrespondent Mathis Feldhoff hatte bereits in der Nacht von "großen Brocken" berichtet, die einem Sondierungsergebnis noch im Weg stünden.

Dennoch ging Feldhoff davon aus, dass es "eine Einigung geben wird". "Weil alles andere wäre eine dramatische Blamage für die drei Parteichefs", so Feldhoff. Die Gespräche könnten allerdings "sehr lange" dauern.

Willen zur Einigung

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Martin Schulz hatten am Donnerstagvormittag vor der Sondierungsrunde den Willen zur Einigung bekräftigt. Dem Vernehmen nach diskutierten die Sondierer viele Stunden um die Finanzierung verschiedener kostspieliger Projekte in der Steuer-, Sozial- und Gesundheitspolitik. Nachdem immer wieder ein finanzieller Spielraum von 45 Milliarden Euro für eine künftige Regierung genannt worden war, summierten sich die Kosten für die in den Arbeitsgruppen ausgearbeiteten Einzelvorhaben noch am Donnerstagmorgen auf rund das Doppelte. Zu den schwierigen Themen gehörte auch der momentan ausgesetzte Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus.

Die Verhandlungen wechselten zwischen Sitzungen von Arbeitsgruppen, Sechser-Runden der Partei- und Fraktionschefs, getrennten Beratungen der einzelnen Seiten und der großen Gruppe der Unterhändler. Immer wieder nahmen sich einzelne Politiker eine Auszeit von den Beratungen.

Steinmeier erinnert an Verantwortung

Spätestens am Freitagmorgen wollen Merkel und Schulz ihren Gremien ein Ergebnis vorlegen. Die Berliner CSU-Landesgruppe will am Vormittag zu einer Sitzung zusammenkommen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erinnerte die Unterhändler am Donnerstag an ihre Verantwortung. CDU, CSU und SPD seien nicht nur ihren Parteien und der eigenen politischen Zukunft verpflichtet, sondern hätten auch große Verantwortung für Europa und die internationale Politik, mahnte das Staatsoberhaupt beim Neujahrsempfang für das Diplomatische Korps.

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