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Raumfahrt - SpaceX-Rakete startet mit 24 Satelliten

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Zum dritten Mal hat das Raumfahrtunternehmen SpaceX eine Falcon-Heavy-Rakete ins All geschickt. An Bord: 24 Satelliten und die Asche von mehr als 150 Toten.

Start der SpaceX Falcon Heavy in Cape Canaveral
Start der SpaceX Falcon Heavy in Cape Canaveral
Quelle: reuters

Zum dritten Mal hat das Raumfahrtunternehmen SpaceX eine Falcon-Heavy-Rakete ins All geschickt. Beim Start am frühen Dienstagmorgen waren unter anderem 24 Forschungssatelliten an Bord. Der Rest der großen Ladung ähnelte einem Gemischtwarenladen - von einer Atomuhr bis hin zu menschlicher Asche waren unterschiedlichste Dinge an Bord.

Neue SpaceX-Rakete
Die Falcon Heavy ist eine der stärksten Raketen, die heutzutage in Gebrauch ist. Sie wurde erstmals im Februar 2018 gestartet.
Quelle: -/SpaceX/AP/dpa

Hauptaufgabe der Rakete aber war die Platzierung der Satelliten in drei unterschiedlichen Erdumlaufbahnen. SpaceX bezeichnete dies vorab als eine der herausforderndsten Aufgaben überhaupt. Nach dem Start landeten zwei Raketenstufen wieder sicher auf der Erde, eine weitere verfehlte den anvisierten Landeplatz auf einem Schiff. Erstmals kehrte allerdings die Verkleidung der Raketenspitze intakt zur Erde zurück, wo sie von einem durch ein Boot aufgespannten großen Netz aufgefangen wurde.

Satelliten, Asche und Forschungslabor an Bord

Diese Mal beteiligte sich auch das US-Verteidigungsministerium am Flug einer Falcon Heavy. Es wurde erwartet, dass dabei Daten gesammelt werden sollten, um den Raketentyp und wiederverwendbare Antriebe für künftige Missionen des US-Militärs zu testen.

SpaceX Rakete"Falcon Heavy" beim Start
Bei dem Testflug in eine Umlaufbahn hinter dem Mars war ein roter Tesla-Sportwagen an Bord. Sowohl Tesla, als auch SpaceX gehören dem Unternehmer Elon Musk.
Quelle: reuters

Außerdem hatten sich auch die Nasa, die Ozean- und Klimabehörde NOAA und ein Forschungslabor der Luftwaffe einen Platz zum Transport in der Rakete reserviert. Ebenso die Organisation Planetary Society und das Unternehmen Celestis, das Asche von Verstorbenen ins All bringen lässt. An Bord der Heavy Falcon waren die Überreste von mehr als 150 Menschen, darunter des früheren Astronauten Bill Pogue. Er war in den 1970er Jahren auf die erste Raumstation der Nasa, Skylab, geflogen und 2014 gestorben.

Tesla-Chef Elon Musk. Archivbild
Milliardär Elon Musk will mit SpaceX eine Alternative zu staatlichen Raumfahrtprogrammen bieten. Außerdem möchte er ein Geflecht an Satelliten aufbauen, um ein weltumspannendes Internet zu erschaffen.
Quelle: Kiichiro Sato/AP/dpa

Die Nasa schickte eine Atomuhr ins All, die Teil eines Forschungsprojektes für selbstfliegende Raumfahrzeuge weit weg von der Erde ist. Die Uhr soll den Fahrzeugen beim Navigieren helfen. Außerdem testet die Raumfahrtbehörde eine sogenannte grüne Alternative zum bislang verwendeten, hochgiftigen Raketen- und Satellitentreibstoff.

Die Rakete "Falcon Heavy" hat ein E-Auto von Tesla an Bord.
SpaceX versucht bei jedem Start, Teile der Raketen zur Erde zurückzubringen und wiederzuverwenden.
Quelle: Red Huber/Orlando Sentinel/dpa

Das Forschungslabor der Luftwaffe und die NOAA nutzen die Mitfahrgelegenheit auf der Falcon Heavy, um Wetterexperimente und experimentelle Satelliten für die Wettervorhersage ins All zu bringen. Die Planetary Society ließ ein Raumfahrzeug namens LightSail transportieren. Das Lightsail ähnelt einem Sonnensegel und soll das erste Raumfahrzeug werden, das auf der Erdumlaufbahn kreist und nur von Sonnenlicht angetrieben wird.

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