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Jens Spahn zu CDU-Parteivorsitz - "Möchte, dass wir mehr miteinander ringen"

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Wie stellt sich Jens Spahn die Zukunft der CDU vor? Vor allem die Jüngeren sollten mehr Verantwortung übernehmen, sagte er im ZDF. Er plädierte für eine bessere Debattenkultur.

Er wolle auch über Positionen diskutieren, die „nicht gleich eine Mehrheit haben“, sagt Bundesgesundheitsminister und Kandidat für den Parteivorsitz der CDU, Jens Spahn.

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Die Umfragen sehen ihn nicht vorn, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich für seinen Gegenkandidaten Friedrich Merz ausgesprochen - für Jens Spahn könnte es wohl etwas besser laufen im Rennen um den CDU-Parteivorsitz. "Beliebtheit ist nicht das Kriterium", stellt der Bundesgesundheitsminister im ZDF-Morgenmagazin klar. Er kenne das auch aus mancher Debatte, dass manche Themen wie Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit nicht immer beliebt seien, führte er weite raus. Es sei aber wichtig, das Richtige zu diskutieren - und nicht nur das "was gleich Mehrheiten hat".

Spahn werden neben seinen aussichtsreichen Mitbewerbern, der 56 Jahre alten Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem 63-jährigen Ex-Fraktionschef Friedrich Merz, weniger Chancen eingeräumt.

Mehr Verantwortung für die junge Generation

Er forderte seine eigene Partei außerdem auf, der jüngeren Generation mehr Führungsverantwortung zu geben. "Wenn man mit 38 noch "blutjung" ist in der CDU, dann ist das vielleicht Teil des Problems", sagte er in der ZDF-Sendung. Vieles sei im Moment in Deutschland in der Verantwortung der 60- und 70-Jährigen. "Das ist auch okay, dem Land geht es gut. Viele der Jüngeren fragen sich aber, ist es eigentlich noch gut, wenn wir mal älter sind." Es sei die Verantwortung seiner Generation, die beiden kommenden Jahrzehnte zu gestalten. "Und dafür trete ich an."

Dass sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für Friedrich Merz als Parteivorsitzenden ausgesprochen habe, wüssten viele Delegierte sicherlich zu schätzen. "Mein Eindruck ist aber auch, dass viele Delegierte auch zu schätzen wissen, dass sie die Wahl haben am Freitag."

Bessere Debattenkultur in der CDU fördern

Er plädierte für eine bessere Debattenkultur in der CDU. "Wir haben viel erbitterten Streit gehabt in den letzten Monaten, auch innerhalb der Union - davon brauchen wir nicht mehr." Die Partei bräuchte gut geführte Debatten über Zukunftsfragen zu Europa, Digitalisierung und der älter werdenden Gesellschaft. "Ich möchte, dass wir auch mal wieder miteinander ringen."

Auf die Frage, für welche inhaltlichen Positionen er stehe, sagte Spahn unter anderem: "Wir müssen den Anspruch haben, Digitalweltmeister zu werden". Man müsse verstehen, dass Daten die Roh- und Wertstoffe des 21. Jahrhunderts seien.

Am Freitag endet nach 18 Jahren der CDU-Vorsitz von Angela Merkel. Sie will aber bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 Kanzlerin bleiben. Ein Parteitag in Hamburg soll ebenfalls am Freitag den neuen CDU-Vorsitzenden wählen. 1.001 Delegierte aus ganz Deutschland werden über den Vorsitz entscheiden.

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