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Alexa-Auswertung in Heimarbeit

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Sprachassistent von Amazon - Alexa-Auswertung in Heimarbeit

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Vielen Nutzern von Sprachassistenten war nicht bewusst, dass ihre Äußerungen mitgeschnitten und ausgewertet wurden. Und auch, wie sie ausgewertet werden.

Lautsprecher Amazon Echo mit dem Alexa Voice Service. Archivbild
Lautsprecher Amazon Echo mit dem Alexa Voice Service.
Quelle: Britta Pedersen/zb/dpa

Deutsche Sprachaufzeichnungen des digitalen Assistenten Alexa von Amazon werden einem Zeitungsbericht zufolge unter anderem von polnischen Zeitarbeitern in Heimarbeit ausgewertet. Die Zeitarbeitsfirma Ranstad Polen habe noch bis Freitag entsprechende Stellen ausgeschrieben, berichtete die "Welt am Sonntag".

Als Qualifikation seien lediglich Sprachkenntnisse verlangt worden. Ein in dem Programm tätiger Zeitarbeiter wird mit den Worten zitiert, es handele sich um einen "Hausfrauenjob".

Der Küchentisch - eine geschützte Umgebung?

Der Mitarbeiter erzählte, er arbeite ebenso wie viele seiner Kollegen vom Küchentisch aus. Amazon bestätigte der Zeitung, dass es "einigen Mitarbeitern" gestattet sei, außerhalb einer besonders geschützten Umgebung zu arbeiten. Dabei würden aber "strenge Sicherheitsmaßnahmen" gelten sowie "Richtlinien, an die sich jeder Mitarbeiter halten muss". Insbesondere die Tätigkeit an öffentlichen Orten sei untersagt.

Amazon lässt Menschen Sprachbefehle an Alexa abtippen, die von dem digitalen Assistenten nicht oder falsch verstanden wurden. So soll die Spracherkennung optimiert werden. Wie die "Welt am Sonntag" weiter berichtete, kündigte Amazon in der Nacht zum Samstag an, dass Nutzer diesem Vorgehen künftig widersprechen können. Ihre Sprachbefehle seien dann für die Nachbearbeitung durch Menschen gesperrt.

Privatsphäre gefährdet

Zuletzt hatte der Umgang mit den Sprachaufzeichnungen digitaler Assistenten vermehrt für Diskussionen gesorgt. Die Hamburger Datenschutzbehörde erhielt nach Angaben vom Donnerstag vom Internetkonzern Google im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens die Zusicherung, dass für weitere drei Monate keine solchen Mitschnitte von Mitarbeitern ausgewertet werden. Die Datenschutzbehörde rief die für andere Anbieter zuständigen Behörden auf, ähnliche Verfahren einzuleiten. Die Nutzung derartiger Assistenten sei mit Blick auf die Privatsphäre "hoch risikoreich".

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