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Neue Spur in AfD-Spendenaffäre - Immobilien-Milliardär soll an Weidel gespendet haben

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In der Spendeäffäre rund um den Wahlkampf von AfD-Fraktionschefin Weidel führt Medienberichten zufolge eine Spur in das Umfeld eines Immobilen-Milliardärs aus Duisburg.

Fähnchen mit dem Logo der AfD
Fähnchen mit dem Logo der AfD
Quelle: dpa

Im Fall der mysteriösen Spende zugunsten der AfD-Fraktionschefin Alice Weidel führt Medienberichten zufolge eine Spur in das Umfeld des aus Duisburg stammenden, in der Schweiz und London lebenden, Immobilien-Milliardärs Henning Conle. Dies ergaben Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR, WDR und dem Schweizer "Tages-Anzeiger", die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Ein mit der Angelegenheit Vertrauter habe das "Umfeld" des verschwiegenen Milliardärs als eigentlichen, bislang geheimen Spender bestätigt.

Über die Züricher Pharmafirma PWS waren vor der Bundestagswahl 2017 rund 130.000 Euro auf das Konto des AfD-Kreisverbands Bodenseekreis geflossen, dem Weidel angehört. Als Verwendungszweck war "Wahlkampfspende Alice Weidel" angegeben.

AfD nennt 14 Spender - Zweifel bleiben

Das Geld wurde zurückgezahlt, allerdings erst Monate später. Die AfD übermittelte der Bundestagsverwaltung kürzlich die Namen von 14 Spendern, die hinter den Zuwendungen stehen sollen. Bei diesen soll es sich aber um Strohmänner handeln.

Den neuen Recherchen zufolge arbeitet einer der Strohmänner, die die Herkunft der Spende verschleiern sollten, für die Immobiliengesellschaft Conimmo in Antwerpen. Diese wiederum gehöre mehrheitlich Henning Conle Senior, und auch sein Sohn gleichen Namens sei dort als Direktor eingetragen.

Der ältere Conle, der die deutsche und auch die schweizerische Staatsbürgerschaft besitzen soll, hat einen Wohnsitz in Zürich und gilt als guter Bekannter des Zürcher Drogisten Kurt Häfliger, dem die Firma PWS gehört. Die Familie Conle reagierte nicht auf eine Anfrage, wie es weiter heißt.

Herkunft der Spenden mit verschleiert

Als die Spende an den AfD-Kreisverband Bodenseekreis im vergangenen Herbst bekannt wurde, ließ Häfliger von einem Anwalt erklären, das Geld stamme nicht von ihm selbst, sondern von einem reichen Bekannten, der in Zürich lebe. Dieser habe anonym bleiben wollen.

Später gab PWS auf einer Liste für den Bundestag jedoch 14 Spendernamen an, auf der niemand aus Zürich stand. Es habe sich überwiegend um Deutsche gehandelt, die meist in Deutschland, aber auch in anderen EU-Ländern lebten, heißt es.

Nun räume ein Anwalt Häfligers ein, die Namen seien nicht die der wahren Spender; es sei ein Fehler gewesen, diese Liste zu übersenden. Tatsächlich habe nur ein Einzelner gespendet. Damit kehrt Häfliger zu seiner ursprünglichen Version zurück, berichtet die Sueddeutsche Zeitung.

Auch EU-Spitzenkandidat Meuthen unter Druck

Als "SZ", NDR, WDR und "Tages-Anzeiger" die vertrauliche Spenderliste einsehen konnten, fiel auf, dass eine Mehrheit der angeblichen Spender im Hunsrück lebte, viele gehörten sogar zur selben Familie. Auf Nachfrage gaben sie demnach an, Strohmänner zu sein. Ferner stand auf der Liste auch ein Mann mit Adresse im belgischen Antwerpen. Dort stießen die Reporter auf den Mitarbeiter der Antwerpener Firma Conimmo.

Die AfD ist wegen diverser zweifelhafter Spenden aus der Schweiz in Erklärungsnot. Zwei Monate vor der Europawahl ist auch Parteichef und Spitzenkandidat Jörg Meuthen unter Druck. Illegale Zuwendungen von der Schweizer Goal AG soll im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf 2017 zudem Guido Reil, Nummer zwei auf der Europawahlliste der AfD, erhalten haben.

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