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Start-up gekauft - Facebook will Geräte mit Gedanken steuern

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Fotos nur durch einen Gedanken daran teilen oder Nachrichten zu schreiben, ohne das Handy herauszuholen: Facebook arbeitet an solchen Gedankenspielen - und investiert viel Geld.

Facebook strebt die Geräte-Steuerung mit Gedanken an. Archivbild
Facebook strebt die Geräte-Steuerung mit Gedanken an. Archivbild
Quelle: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Facebook hat ein Start-up gekauft, das Geräte mit Gedanken steuern lassen will. Die Firma Ctrl-Labs verwendet dafür ein Armband, das die neuronalen Signale auf dem Weg zu den Muskeln erkennen und in Computer-Befehle umwandeln kann. Auf diese Weise könne man dann zum Beispiel ein Foto mit einem Freund nur durch den Gedanken daran teilen, so Facebook-Manager Andrew Bosworth.

Bosworth nannte keinen Kaufpreis. Der Finanzdienst Bloomberg schrieb, Facebook zahle zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Dollar.

Tesla arbeitet an Nerven-Verbindung

Das Interesse von Facebook an solcher Technologie ist schon länger bekannt. Bereits im Frühjahr 2017 berichtete die damalige Chefin des Facebook-Forschungslabors, Regina Dugan, von Überlegungen, Menschen direkt aus dem Gehirn heraus Worte in den Computer schreiben zu lassen. Damit wäre es zum Beispiel möglich, einem Freund eine Textnachricht zu schicken, ohne dafür das Smartphone herausholen zu müssen, hieß es damals. Die Idee war, dafür Sensoren auf dem Kopf zu nutzen, weil Implantate nicht praktikabel seien.

Zugleich räumte Facebook ein, dass die dafür nötigen Sensoren erst noch entwickelt werden müssten. Dugan betonte damals, es gehe auf keinen Fall darum, wahllos Gedanken von Menschen zu lesen. Dazu dürfe niemand das Recht haben. Ähnlich wie man viele Fotos mache und nur einige davon anderen zeige, "haben Sie viele Gedanken und beschließen, nur einige davon zu teilen". Nur solche Gedanken, die an das Sprachzentrum weitergeleitet würden, seien gemeint gewesen.

Die Vorstellung, dass Facebook Gedanken lesen könnte, sorgte auch für negative Reaktionen. Um das Projekt wurde es danach still. Dugan, die zuvor unter anderem Chefin der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, Darpa, war, verließ Facebook im Herbst 2017.

Inzwischen arbeitet unter anderem auch eine Firma des Tech-Milliardärs und Tesla-Chefs Elon Musk daran, einen Stoff zu entwickeln, den man mit neuronalem Gewebe verbinden kann.

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