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Rekordniveau - Mehr als zehn Millionen Ausländer in Deutschland

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Die Zahl der in Deutschland gemeldeten Ausländer nimmt zu: Ende 2016 waren im Ausländerzentralregister (AZR) gut zehn Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war die höchste Zahl seit Einrichtung des AZR im Jahr 1967.

Als Konsequenz aus dem Fall des Bundeswehrsoldaten Franco A. wird das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zehntausende Asylbescheide neu prüfen. Betroffen seien unter anderem junge Männer zwischen 18 und 40 Jahren, so Innenminister de Maizière.

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In den Jahren 2015 und 2016 nahm die Zahl der Ausländer den Angaben zufolge um knapp 1,9 Millionen Menschen zu - ein Anstieg um 23,1 Prozent. Netto wanderten im Jahr 2015, als die Flüchtlingskrise auf ihrem Höhepunkt war, gut 1,5 Millionen Menschen zu. Im Jahr 2016 wurden netto gut 480.000 Zuwanderer registriert.

Durchschnittsalter gesunken

Der Saldo aus Geburten und Sterbefällen in der ausländischen Bevölkerung belief sich laut Statistik 2015 und 2016 auf fast 100.000 Menschen. Seit Anfang 2015 wurden zudem knapp 230.000 Menschen nach ihrer Einbürgerung in Deutschland aus dem AZR gelöscht.

Den Statistikern zufolge war die ausländische Bevölkerung 2016 durchschnittlich 37 Jahre und sieben Monate alt - zwei Jahre zuvor hatte das Durchschnittsalter mit 39 Jahren und elf Monaten noch deutlich höher gelegen. Gleiches gilt für die Durchschnittsdauer des bisherigen Aufenthalts in Deutschland: Sie sank von 17 Jahren und sieben Monaten vor zwei Jahren auf nunmehr 15 Jahre und fünf Monate.

Die meisten Ausländer in NRW

Vor dem Hintergrund der Zuwanderung in den beiden vergangenen Jahren stieg der Anteil der Männer an der ausländischen Bevölkerung seit Anfang 2015 von 51,5 Prozent auf 54,1 Prozent. Der Anteil der Ledigen einschließlich Kinder stieg von 40,4 Prozent auf 42,8 Prozent. Umgekehrt ging der Anteil der Verheirateten von 45,4 Prozent auf 42,7 Prozent zurück.

Die regionale Verteilung blieb dagegen weitgehend unverändert: Wie in den zehn Jahren zuvor lebten auch 2016 die meisten Ausländer in Nordrhein-Westfalen (gut 2,5 Millionen), die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern (69.000) und Thüringen (91.300). Lediglich auf den Plätzen zwei und drei gab es nach 2013 einen Wechsel: Nunmehr liegt Bayern vor Baden-Württemberg.

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