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Statt für Neubau - Baukindergeld oft für Kauf genutzt

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Es soll Familien helfen, den Traum vom Eigenheim wahr zu machen - und ist heiß begehrt. Doch wirkt das Baukindergeld dort, wo es soll?

Baukindergeld vor allem für Kauf statt Neubau. Archivbild
Baukindergeld vor allem für Kauf statt Neubau. Archivbild
Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Das begehrte Baukindergeld lockt wenige Monate nach seiner Einführung vor allem Familien, die sich ein Haus oder eine Wohnung kaufen. Für Neubauvorhaben gehen deutlich weniger Anträge ein. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervor, die der dpa vorliegt.

Demnach wurde bis Ende November nur etwa jeder achte Antrag für ein Neubauvorhaben gestellt, 87,7 Prozent der Anträge betrafen den Erwerb von Bestandsimmobilien.

Ländliche Mittelschicht wird gefördert

"Das Baukindergeld verfehlt klar seinen Zweck", kritisierte Lay. Statt den Neubau von Wohnungen anzukurbeln, subventioniere es den Kauf bestehender Häuser. Gefördert werde damit vor allem die Mittelschicht auf dem Land. Für Entspannung auf dem städtischen Wohnungsmarkt für Geringverdiener sorge es dagegen nicht.

Das Baukindergeld soll Familien in Zeiten steigender Bau- und Immobilienpreise beim Erwerb von Eigentum helfen. Für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie winkt ein staatlicher Zuschuss von 1.200 Euro je Kind und Jahr, gezahlt über zehn Jahre: also 12.000 Euro pro Kind.

Nach wie vor umstritten

Gewährt wird das Baukindergeld Familien und Alleinerziehenden bis zu einer Grenze von 90.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen im Jahr bei einem Kind. Bei größeren Familien darf die Grenze pro Kind 15.000 Euro höher liegen. Man muss mit den Kindern in dem Haus oder der Wohnung auch selbst wohnen - und es kann nur einmal beantragt werden. Umstritten ist das Baukindergeld vor allem wegen seiner hohen Kosten. Pro Jahr gibt es ein Fördervolumen von rund drei Milliarden Euro.

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