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Stockholm - Physik-Nobelpreis für Gravitationsforscher

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Der Nobelpreis für die Physik geht in diesem Jahr an die drei US-Forscher Rainer Weiss, Kip Thorne und Barry Barish. Sie werden damit für den Nachweis von Gravitationswellen im All geehrt, wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften mitteilte. Die Auszeichnung ist mit neun Millionen Schwedischen Kronen (rund 935.000 Euro) dotiert.

Am 3. Oktober ab 11:45 Uhr wird das große Geheimnis gelüftet - der neue Nobelpreisträger für Physik wird bekannt gegeben. Harald Lesch ist sich ganz sicher, wer den Preis einheimsen wird, ja er hofft es inständig!

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Der in Berlin geborene Weiss erhält einen Teil des Preises, Thorne und Barish teilen sich die andere Hälfte. Gravitationswellen bewegen sich in Lichtgeschwindigkeit durch das Universum - ein Phänomen, das schon Albert Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie beschrieben hatte.

Eine Pirouette drehen

Sie werden dann gebildet, wenn Masse sich beschleunigt, zum Beispiel, wenn ein Eiskunstläufer eine Pirouette dreht - oder in einem größeren Maßstab - wenn zwei Schwarze Löcher umeinander rotieren. Einstein war sich sicher, dass es nie gelingen würde, die winzigen Veränderungen durch diese Wellen zu messen. Doch dem sogenannten Ligo-Projekt mit riesigen Wellenmessgeräten - sogenannten Interferometern - gelang das schließlich am 14. September 2015. Nach einer Kollision zweier Schwarzer Löcher brauchten die Wellen 1,3 Millionen Jahre, um am Ligo-Observatorium in den USA anzukommen.

Weiss und Thorne waren in den 1970ern Pioniere dieser Arbeit und Barry Barish war der Leiter des Projekts, der Ligo schließlich zum Erfolg führte. Der Nobelpreis für Physik wird in der Regel unter mehreren Wissenschaftlern geteilt, die sich um ein bestimmtes Forschungsgebiet verdient gemacht haben.

Mehreren gemeinsam zuerkannt

In den vergangenen 25 Jahren wurde die Auszeichnung immer mehreren Preisträgern gemeinsam zuerkannt. Im vergangenen Jahr war der Physik-Nobelpreis an die gebürtigen Briten David Thouless, Duncan Haldane und Michael Kosterlitz gegangen, die für ihre Studien zu sogenannter exotischer Materie geehrt wurden.

Am Montag hatten die Amerikaner Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young den Nobelpreis für Medizin zuerkannt bekommen, weil sie der Menschheit Einblicke in den täglichen Biorhythmus ermöglicht haben. Für Mittwoch wird die Entscheidung über die Verleihung des Nobelpreises für Chemie erwartet.

Literatur-Nobelpreis am Donnerstag

Am Donnerstag folgt die Bekanntgabe des Literaturnobelpreisträgers und am Freitag wird verkündet, wer den Friedensnobelpreis erhält. Der Preis für Wirtschaft, der streng genommen kein Nobelpreis ist, wird am 9. Oktober bekanntgegeben.

Am Montag hatten die Amerikaner Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young den Medizin-Nobelpreis bekommen, weil sie der Menschheit Einblicke in den täglichen Biorhythmus ermöglicht haben.

Chemie am Mittwoch

Für Mittwoch wird die Entscheidung über die Verleihung des Nobelpreises für Chemie erwartet. Am Donnerstag folgt die Bekanntgabe des Literaturnobelpreisträgers und am Freitag wird verkündet, wer den Friedensnobelpreis erhält. Der Preis für Wirtschaft, der streng genommen kein Nobelpreis ist, wird am 9. Oktober bekanntgegeben.

Der Termin für den Literaturnobelpreis stand zuletzt noch nicht fest. Verliehen werden die weltweit wichtigsten Auszeichnungen in ihrem jeweiligen Fachgebiet am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel.

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