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Deutsche Bahn - Kaum noch Störungen nach Brandanschlägen

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Die Deutsche Bahn hat die Behinderungen im Zugverkehr nach mehreren Brandanschlägen auf Signalkabel weitgehend behoben. Dennoch gibt es nach wie vor Zugausfälle - etwa in Hamburg oder Berlin.

Unbekannte hatten in mehreren Bundesländern Feuer in Bahnanlagen gelegt. Die Folge: Züge fielen aus, Reisende mussten mit Verspätungen zurechtkommen. Möglicherweise hatten die Taten einen politisch motivierten Hintergrund.

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Nach den Brandanschlägen auf Bahnanlagen sind die Störung inzwischen weitgehend behoben. Nur noch auf wenigen Abschnitten gebe es Einschränkungen, teilte die Bahn am Dienstagmorgen mit. In Hamburg und Schleswig-Holstein entfielen Regionalzüge. Betroffen sind hier die Züge der Linie RE81 zwischen Hamburger Hauptbahnhof und Lübeck. In Berlin kommt es auf mehreren S-Bahn-Linien weiter zu Einschränkungen. Hier sind die S-Bahn-Linien S8, S85 und S9 betroffen.
In Nordrhein-Westfalen wurden zwischen Köln-Mülheim und Opladen Fernverkehrszüge weiterhin über eine Güterzugstrecke umgeleitet. Dadurch entstünden aber nur geringe Verzögerungen, erklärte die Bahn. Auch im Raum Leipzig und Dresden sowie in Sachsen-Anhalt sei noch mit kleineren Verzögerungen zu rechnen.

Ermittler prüfen Zusammenhang mit G20-Gipfel

Unbekannte Täter hatten drei Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg Brandanschläge auf Bahnstrecken in ganz Deutschland verübt. Brände in Kabelschächten der Deutschen Bahn gab es in der Nacht zum Montag nach Angaben der Bundespolizei in Berlin, Hamburg, Sachsen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Laut Bundesinnenministerium wurden 13 Anschläge verübt. Zudem seien zwei Brandsätze vor einer Zündung sichergestellt worden, teilte die Bundespolizei mit. Es könnte sich demnach jeweils um Brandstiftung handeln.

Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei in den Ländern nahm die Ermittlungen auf. Die Ermittler prüfen nach den Bränden auch ein im Internet aufgetauchtes Bekennerschreiben, das einen direkten Bezug zu dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer Anfang Juli herstellt.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) ging von einer politischen Motivation der Täter aus und sagte in Richtung von radikalen G20-Gegnern: "Das hat nichts mehr mit Globalisierungs- und Gesellschaftskritik zu tun, das ist einfach nur hoch kriminell und erfordert eine harte Bestrafung."

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