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Strafbefehl gegen Jan Ullrich

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Nach Angriff auf Escort-Dame - Strafbefehl gegen Jan Ullrich

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Der frühere Radstar Jan Ullrich muss nach einem Vorfall in einem Frankfurter Hotel 7.200 Euro Geldstrafe zahlen. Er hat den Ermittlungen zufolge eine Frau angegriffen und verletzt.

Archiv: Jan Ullrich kommt aus dem Rathaus nach einer Gerichtsverhandlung, aufgenommen am 14.09.2017
Jan Ullrich (Archivbild)
Quelle: dpa

Gut ein Jahr nach dem Angriff auf eine Escort-Dame in einem Frankfurter Hotel ist gegen den ehemaligen Ex-Radprofi Jan Ullrich ein Strafbefehl erlassen worden. Es gehe in dem Fall um den Verdacht der Körperverletzung und versuchten Nötigung, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Das zuständige Amtsgericht erließ demnach gegen den ehemaligen Radprofi einen Strafbefehl über 180 Tagessätze zu 40 Euro. Der weitere Tatvorwurf - Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz - wurde vom Gericht nicht weiter verfolgt. Zwischenzeitlich war gegen Ullrich sogar wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt worden.

Unter Drogen Escort-Dame angegriffen

Der 45-Jährige soll am 10. August 2018 in einem Frankfurter Luxushotel eine Escort-Dame körperlich angegriffen und verletzt haben. Er soll die Frau, die aus dem Kongo stammt, zunächst beleidigt haben. Außerdem habe er die 31-Jährige aufgefordert, die im Voraus für ihre Dienste gezahlten 600 Euro zurückzuzahlen.

"Als die Geschädigte sich in eine Ecke des Hotelzimmers flüchtete, griff der Angeklagte ihr mit einer Hand an den Hals und stieß sie mit dem Rücken gegen eine Wand", heißt es in der Mitteilung. Der Ex-Sportler habe die Frau daraufhin gewürgt und mit der Faust gegen ihren Arm geschlagen. Die Geschädigte erlitt unter anderem Hautrötungen und einen Bluterguss.

"Der Angeklagte befand sich bei Tatbegehung aufgrund vorherigen Alkohol- und Drogenkonsums in einem Zustand, in dem seine Fähigkeit, nach der vorhandenen Unrechtseinsicht zu handeln, erheblich vermindert war", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Rechtlich eine einfache Körperverletzung

Der Ex-Radprofi habe den Strafbefehl akzeptiert, der laut Staatsanwaltschaft damit rechtskräftig ist. Er gilt nun als vorbestraft. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Gewalttätigkeiten rechtlich nur als einfache Körperverletzung zu werten waren: Das Leben der Geschädigten sei nicht einmal potenziell in Gefahr gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Der Angeklagte habe sich bei der Frau entschuldigt und ihr eine finanzielle Entschädigung gezahlt. Daraufhin sei die Frau an einer weiteren Strafverfolgung nicht interessiert gewesen.

Jan Ullrich, Spitzensportler, und Paulus Neef, Ausnahmeunternehmer, haben alles verloren, wofür sie gekämpft haben. Anerkennung, Erfolg, Geld, ihre Glaubwürdigkeit. Doch Aufgeben ist für beide Kämpfer nie eine Option gewesen.

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29 min
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