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Strafzölle - BDI-Chef will sich an US-Gouverneure halten

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In der Debatte um die angedrohten Strafzölle baut BDI-Chef Kempf auf den Kontakt zu US-Gouverneuren. Diese wüssten, "was passieren würde, wenn das Gleichgewicht gefährdet wird".

Donald Trump verhängt Strafzölle für deutsche Produkte. Wie reagiert Europa? Finanzexpertin Sandra Navidi forderte gestern bei "maybrit illner": "Wir sollten eine Front gegen Amerika bilden!"

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Die deutsche Industrie will in der Diskussion um amerikanische Strafzölle verstärkt auf den Kontakt zu den Gouverneuren der US-Bundesstaaten setzen. In der derzeitigen Situation sei es unabdingbar, mit den Amerikanern im Gespräch zu bleiben, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, am Donnerstag in der ZDF-Sendung "maybrit illner". Dies gelte nicht nur für die Administration in Washington, sondern auch für die Gouverneure in den Bundesstaaten, in denen deutsche Unternehmen stark sind und Hunderttausende Arbeitsplätze geschaffen haben. Die Gouverneure wüssten, "was passieren würde, wenn dieses ökonomische Gleichgewicht gefährdet wird", sagte Kempf.

Röttgen für europäisch-amerikanisches Abkommen

Für ein bilaterales Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union sprach sich der CDU-Politiker Norbert Röttgen aus. Europa müsse als Antwort auf den von US-Präsident Donald Trump angedrohten Handelskrieg eine "handelspolitische Intitiative" initiieren, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Sollte es zu den angedrohten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium kommen, werde die EU mit Abgaben auf US-Güter wie Whiskey und Motorräder "den politischen Druck" erhöhen. Es gehe darum, "Nadelstiche" zu setzen, "damit der Schmerz beim Präsidenten politisch ankommt".

Der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Sven Giegold, wies die Forderung nach einem europäisch-amerikanischen Handelsabkommen zurück. Das sei "kurzfristiger Egoismus". Europa müsse gemeinsam mit den Schwellenländern eine Initiative für ein neues Handelssystem starten. Dieses müsse offene Märkte kombinieren mit "sozialen, ökonomischen und demokratischen Regeln", schlug der Grünen-Politiker vor.

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