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Streit mit US-Börsenaufsicht - Musk muss bei Tesla Macht abgeben

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Geschäftsführer darf er bleiben - den Vorstand des Unternehmens aber muss er für drei Jahre verlassen. Tesla-Chef Elon Musk hat sich mit der Börsenaufsicht geeinigt.

Elon Musk
Muss einen Teil seiner Macht abgeben: Elon Musk
Quelle: Reuters

Tesla-Chef Elon Musk muss im Zuge einer Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC seinen Posten als Vorstandschef des E-Autobauers aufgeben. Außerdem werden er und das Unternehmen insgesamt 40 Millionen Dollar Strafe zahlen, wie die SEC am Samstag mitteilte. Mit der Einigung wird Musk den Vorstandschefposten mindestens drei Jahre lang räumen - er darf aber Geschäftsführer bleiben. Tesla muss nun einen unabhängigen Vorstandsvorsitzenden zur Beaufsichtigung der Unternehmensgeschäfte ernennen.

Irreführende Aussagen über angebliche Privatisierung

Die SEC hatte Musk am Donnerstag wegen irreführender Aussagen über eine angeblich bevorstehende Privatisierung Teslas verklagt und damit angestrebt, ihn als Geschäftsführer des Unternehmens abzusetzen. In der Klageschrift wurde dem Unternehmer Wertpapierbetrug vorgeworfen, weil er Schlüsselelemente der Privatisierungspläne, darunter etwa den Preis, mit Investoren weder besprochen noch verabredet habe.

Hintergrund des Streits war Musks Tweet vom 7. August, in dem er überraschend erklärte, er erwäge, Tesla bei einem Aktienkurs von 420 Dollar zu privatisieren. Die Finanzierung sei bereits gesichert, schrieb Musk in dem kurzen Eintrag. Später im Monat kündigte Tesla dann an, der Konzern bleibe doch an der Börse.

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Weder Musk noch Tesla räumen Fehlverhalten ein

Die Einigung mit der SEC verpflichtet Musk und das Unternehmen nun, je 20 Millionen Dollar Bußgeld und Strafe zur Beilegung des Rechtsstreits zu zahlen. Letztlich könnte die Entscheidung für Tesla eine Sorge weniger bedeuten: Investoren haben bislang die Fähigkeit des Unternehmens angezweifelt, sich ohne seinen charismatischen Topmanager und den als Visionär gefeierten Musk behaupten zu können.

Außerdem ist das Unternehmen verpflichtet, zwei weitere Vorstandsmitglieder zu ernennen, die keine Verbindungen zu dem Unternehmen oder seinem Management haben. In der Einigung mit der Börsenaufsicht räumten weder Musk noch Tesla ein Fehlverhalten ein. Einen Kommentar zu der Angelegenheit gab es nicht.

SEC: "Promi-Status" schützt nicht vor Verantwortung

Der SEC-Vorsitzende Jay Clayton erklärte dagegen in einer Stellungnahme, die einvernehmliche Lösung sei "im besten Interesse unserer Märkte und unserer Anleger, auch der Anteilseigner von Tesla".

Unmittelbar nach der Klage hatte Musk noch mit Unverständnis reagiert. "Ich habe stets im besten Interesse von Wahrheit, Transparenz und der Investoren gehandelt", erklärte er. "Integrität ist der wichtigste Wert in meinem Leben und die Fakten werden zeigen, dass ich ihn niemals missachtet habe." Steven Peikin von der SEC dagegen sagte, Leiter von Unternehmen hätten eine besondere Verantwortung für Anleger. "Der Promi-Status eines Verantwortlichen oder dessen Ruf als technologischer Innovator ergeben keine Genehmigung dafür, diese Verantwortung auf die leichte Schulter zu nehmen."

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