Sie sind hier:

EU kritisiert Trump - "Liebes Amerika, Du hast nicht so viele ..."

Datum:

Oft attackiert US-Präsident Trump Europa. Es gebe zu wenig Geld für Verteidigung aus, findet er. Jetzt wehrt sich EU-Ratspräsident Tusk: Amerika habe keinen besseren Verbündeten.

EU - Donald Tusk
EU - Donald Tusk
Quelle: epa

Kurz vor Beginn des NATO-Gipfels ist die Stimmung gereizt. "Amerika hat keinen besseren Verbündeten als Europa", wehrte sich am Dienstag EU-Ratspräsident Donald Tusk gegen die Vorwürfe des US-Präsidenten Donald Trump. Europa gebe für Verteidigung ein Vielfaches des russischen Wehrbudgets aus und so viel wie China. "Liebes Amerika, schätze Deine Alliierten - schließlich hast Du nicht so viele", sagte Tusk bei der Unterzeichnung einer EU-NATO-Erklärung an der Seite von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

"Strategischer Freund, strategisches Problem"

Der amerikanische Präsident beschwert sich seit langem über die aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben auf dem alten Kontinent. Stattdessen würde Europa sich auf das schlagkräftige US-Militär verlassen. Noch unmittelbar vor seinem Abflug zum Gipfel nach Brüssel twitterte er am Dienstag: "NATO-Staaten müssen MEHR zahlen, die USA müssen WENIGER zahlen. Sehr unfair!"

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Tusk sagte, die EU habe Amerika nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als erstes beigestanden. "Europäische Soldaten haben in Afghanistan Schulter an Schulter mit amerikanischen gekämpft." Dabei seien 870 Europäer ums Leben gekommen. Es sei immer viel wert, zu wissen, wer sein "strategischer Freund" sei und wer ein "strategisches Problem" darstelle. Allerdings forderte Tusk auch die europäischen Staaten auf, ihre Verteidigungsausgaben wie versprochen zu erhöhen. Auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte von Deutschland aufgefordert, das versprochene Zwei-Prozent-Ziel einzuhalten. "Ich erwarte, dass Deutschland mehr tut", hatte Stoltenberg im ZDF gefordert. Deutschland gab im vergangenen Jahr lediglich 1,24 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aus. Bis 2019 sollen es 1,31 Prozent sein.

Trump: Gipfel schwieriger als Treffen mit Putin

Die Staats- und Regierungschefs der 29 NATO-Staaten beraten am Mittwoch und Donnerstag über die Zukunft des Bündnisses. Die Frage der finanziellen Lastenteilung dürfte angesichts der Trumps ein Schwerpunkt werden. Der US-Präsident fordert, dass alle Bündnispartner spätestens von 2024 an jährlich mindestens zwei Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben und verweist dabei auf einen NATO-Beschluss aus dem Jahr 2014.

Trump hält die Verhandlungen über die NATO-Ausgaben schwieriger als seine anschließende Begegnung mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin. "Ehrlich gesagt, Putin könnte das leichteste sein", sagte Trump am Dienstag in Washington. Trump und Outin treffen sich am Montag im finnischen Helsinki.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.