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Stresstest für Partnerschaft - Merkel und Pence in München

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Deutsche und Amerikaner liegen bei Iran-Politik, Verteidigungsausgaben und Nord Stream 2 über Kreuz. Wie agiert Trumps Vize bei seinem Auftritt in München?

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz werden heute die Reden von Kanzlerin Merkel und US-Vizepräsident Pence erwartet. Zuvor hatte sich das deutsche Verhältnis zu den USA abgekühlt.

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Am zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz kommt es zu einem Rededuell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und US-Vizepräsident Mike Pence. Die Liste der Streitpunkte zwischen Berlin und Washington ist lang: Sie reicht von der Iran-Politik über die Verteidigungsausgaben bis zu der Gaspipeline Nord Stream 2.

Nach dem Ausstieg der USA aus mehreren internationalen Abkommen auf Betreiben von Präsident Donald Trump wächst in Deutschland zudem die Sorge um die multilaterale Zusammenarbeit.

Merkel: Plädoyer für Multilateralismus

Merkel hat bereits angekündigt, dass sie an diesem Samstag ein Plädoyer für den sogenannten Multilateralismus halten will. Das dürfte als Reaktion auf Trumps "Amerika zuerst"-Außenpolitik verstanden werden. Trumps Vize Pence spricht nach Merkel. Bei der Nahost-Konferenz in Warschau Mitte der Woche hatte er die Iran-Politik der europäischen Verbündeten scharf kritisiert.

Mit Spannung wird erwartet, ob Pence den Nato-Partner Deutschland wieder öffentlich dazu drängt, den Verteidigungsetat in fünf Jahren auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufzustocken. Das würde Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe bedeuten. Die USA sind zudem strikt gegen die russisch-deutsche Pipeline Nord Stream 2. Sie befürchten, dass sich Europa von russischen Gaslieferungen abhängig machen könnte, und wollen den Verbündeten lieber eigenes Schiefergas verkaufen.

Bis Sonntag zählen in München die transatlantischen Beziehungen, die Spannungen zwischen Russland und dem Westen und die Konflikte im Nahen Osten zu den Hauptthemen. Rund 30 Staats- und Regierungschefs und etwa 90 Minister nehmen am wichtigsten sicherheitspolitischen Expertentreffen weltweit teil.

Zwei Reden, viele Knackpunkte

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