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Stromausfall - Hamburgs Flughafen stellt Betrieb vorerst ein

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Nach einem stundenlangen Stromausfall hat der Hamburger Flughafen den Betrieb eingestellt. Der Fehler sei noch nicht behoben, hieß es. Tausende Fluggäste sind betroffen.

Der Hamburger Flughafen musste nach einem Kurzschluss in der Stromversorgung vollständig geschlossen werden. Mehr als 30000 Reisende sind von der Unterbrechung des Flugbetriebs betroffen. Sie wurden in Hotels gebracht oder mit Feldbetten ausgestattet.

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"Der Flughafen sieht sich gezwungen, den Flugbetrieb für den heutigen Tag einzustellen", teilte Norddeutschlands größter Flughafen auf Twitter mit. "Es ist nicht gelungen, den Fehler zu beheben." Nach einem Kurzschluss war der Betrieb gegen 10 Uhr eingestellt worden. Zuvor waren am Morgen noch 37 Starts und 24 Landungen abgewickelt worden. "Wir entschuldigen uns bei allen betroffenen Passagieren, Abholern und Angehörigen", hieß es weiter.

Passagiere sollten sich für Umbuchungen und andere Belange direkt an die jeweilige Fluggesellschaft wenden. Rund 60 Fluggesellschaften steuern den Hamburger Airport an.

Mehr als 30.000 Passagiere betroffen

Tausende Passagiere hatten stundenlang teils vor dem Gebäude ausgeharrt, in der Hoffnung, doch noch abfliegen zu können. Von den Flugausfällen dürften nach Angaben des Flughafens mehr als 30.000 Passagiere betroffen gewesen sein. Ob am Montag wieder Starts und Landungen möglich sind, ist noch unsicher.

Nach der Ankündigung, dass keine Flüge mehr starten würden, machten sich am Nachmittag viele auf den Heimweg oder auf ins Hotel. Der Flughafen stellte auch Feldbetten auf.

Keine Angaben zu Ursache für Kurzschluss

Für einen sicheren Flugbetrieb benötige der Flughafen eine redundante Stromversorgung, also eine Hauptversorgung und Notstrom-Aggregate, erläuterte Flughafen-Sprecherin Katja Bromm. Da es am Vormittag einen Kurzschluss in der Hauptstromversorgung gegeben habe, habe ein sicherer Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden können. Notstrom könne nur zur Überbrückung, aber nicht dauerhaft eingesetzt werden. Zur Ursache des Kurzschlusses machte sie keine Angaben.

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Der Flughafen arbeite mit Hochdruck daran, "die Ursache des Kurzschlusses zu beheben und diese Ausnahmesituation für unsere Gäste so schnell wie möglich zu beenden", sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Zunächst gab es keine Erklärungen dafür, warum der Flughafen so massiv getroffen wurde.

Am Hamburger Flughafen gibt es sonntags üblicherweise rund 200 Starts sowie 200 Landungen. Er ist mit mehr als 17 Millionen Passagieren jährlich nach Angaben des Flughafenbetreibers der fünftgrößte in Deutschland.

Flughafen geräumt, Maschinen umgeleitet

Nach dem Stromausfall war der Flughafen geräumt worden, hunderte Passagiere mussten sich zunächst vor dem Gebäude aufhalten. Der Ausfall traf zunächst das Terminal 2, es lag danach im Dunkeln. Dort hatten sich lange Schlangen vor den Schaltern gebildet. Die Passagiere wurden aufgefordert, ins Terminal 1 zu wechseln, wo zunächst noch die Klimaanlage funktionierte. Dann fiel auch dort der Strom aus.

Flugzeuge, die am Vormittag noch im Anflug auf Hamburg waren, wurden umgeleitet. Eine Sprecherin des Flughafens Hannover bestätigte, dass mehrere Maschinen statt in der Hansestadt in der niedersächsischen Landeshauptstadt gelandet seien.

Die Informationslage für die Passagiere war anfangs offenkundig spärlich: Über die Lautsprecher habe es lediglich die Durchsage zum Verlassen des Terminals gegeben, aber keine Begründungen oder Auskünfte über die voraussichtliche Dauer der Wartezeit, schilderte ein Augenzeuge. Auch die Flughafenschließung sei den Passagieren am Flughafen erst etwa eine halbe Stunde nach der Twitter-Mitteilung über Durchsagen kundgetan worden.

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