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Entwicklungschancen von Kindern gestiegen

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Weltweite Studie - Entwicklungschancen von Kindern gestiegen

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Die Lage der Kinder weltweit hat sich vor allem im Zugang zu Bildung verbessert. Die Schattenseite: Die Zahl derer, die zur Flucht gezwungen sind, ist deutlich angestiegen.

Kinder sitzen im Schulunterricht in Tasania (Afrika), aufgenommen am 27.08.2018
Schulunterricht in Tansania (Afrika, Archivfoto)
Quelle: imago images / imagebroker

Die Lage der Kinder weltweit hat sich laut einer Studie seit dem Jahr 2000 verbessert. 280 Millionen Mädchen und Jungen weniger seien Bedingungen ausgesetzt, die ihre Kindheit ruinierten, hieß es in einem Bericht des Hilfswerks "Save the Children", der am Dienstag veröffentlicht wurde. Dazu zählt die Organisation unter anderem Frühverheiratungen, Kinderarbeit und Hunger.

Jedes vierte Kind hat kein Recht auf Kindheit

Dennoch bleibe jedem vierten Kind weltweit das Recht auf Kindheit verwehrt. Insgesamt etwa 690 Millionen Jungen und Mädchen könnten nicht lernen, spielen und sorgenfrei heranwachsen. Seit dem Jahr 2000 hat sich demnach die Lage für Kinder in 173 von 176 erfassten Ländern verbessert. In einigen der ärmsten Länder weltweit seien deutliche Fortschritte zu verzeichnen, erklärte das Hilfswerk. So könnten 115 Millionen Kinder mehr in die Schule gehen, 94 Millionen Kinder weniger müssten arbeiten und elf Millionen Mädchen weniger seien verheiratet als vor 20 Jahren. 4,4 Millionen Kinder weniger sterben vor ihrem fünften Geburtstag, wie es hieß.

Weiter problematisch: frühe Schwangerschaften und Morde an Kindern

Für ihren "Kindheitsindex" untersuchte die Organisation zum dritten Mal verschiedene Faktoren wie Frühverheiratungen, Frühschwangerschaften, Zugang zu Bildung, Krankheit, Mangelernährung und Tod durch Gewalt.

Im Jahr 2000 hätten einer oder mehrere dieser Faktoren etwa 970 Millionen Kinder ihrer Kindheit beraubt. Wenig Fortschritte gebe es bei den Bemührungen, frühe Schwangerschaften und Morde an Kindern zu verhindern, hieß es in dem Bericht. 13 Millionen Teenagerschwangerschaften verzeichnete die Organisation 2016, drei Millionen weniger als im Jahr 2000. Die Mordrate bei Kindern ging um 17 Prozent zurück.

USA, China und Russland hinken hinterher

Doch die Zahl der Kinder, die in Konfliktgebieten leben oder zur Flucht gezwungen sind, stieg laut der Studie deutlich. Geschätzt 420 Millionen Kinder litten unter Kriegen und bewaffneten Konflikten. Das seien doppelt so viele wie 1995. Am besten ist die Lage der Kinder in Singapur, gefolgt von Schweden und Finnland. Deutschland belegt nach Slowenien den sechsten Platz. Schlusslichter sind der Tschad, Niger und die Zentralafrikanische Republik.

Mächtige Nationen der Welt wie die USA, China und Russland hinkten bei der Lage der Kinder trotz ihrer wirtschaftlichen und technologischen Stärke den meisten Staaten in Westeuropa hinterher. China und die USA teilen sich dem Bericht zufolge den 36. Platz, Russland belegt Platz 38.

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