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Studie zu Energy-Drinks - Gefährliche Wachmacher in der Schule

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Laut einer Studie der DAK trinkt fast jeder fünfte Schüler regelmäßig Energy-Drinks. Die gesundheitlichen Folgen davon sind jedoch bedenklich.

Regale mit verschiedenen Energy Drinks
Regale mit verschiedenen Energy Drinks
Quelle: imago

Monster, Red Bull und Co. sind verbreitete Wachmacher in Deutschland. Doch nicht nur Erwachsene greifen zu den koffeinhaltigen Softgetränken. Auch mehr als die Hälfte der Fünft- bis Zehntklässler in Deutschland hat schon mal einen Energy-Drink getrunken, 13 Prozent greifen sogar regelmäßig vor oder während der Schulzeit zu Energy-Drinks.

Schlafstörungen und Hyperaktivität als Folge

Die DAK hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung 14.000 Schüler aus 13 Bundesländern zu ihrem Energy-Drink-Konsum befragt. Zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen trinken laut der Studie mindestens einmal im Monat Energy-Drinks, sechs Prozent einmal pro Woche und drei Prozent sogar täglich. Der größte Unterschied besteht laut Studie zwischen Gymnasiasten und Schülern anderer Schulformen. Im Gegensatz zu nur elf Prozent der Gymnasiasten trinken Schüler 24 Prozent der Schüler anderer Schulformen monatlich Energy-Drinks.

Besonders bedenklich ist jedoch laut der DAK-Studie die gesundheitliche Wirkung des Energy-Drink-Konsums bei Kindern und Jugendlichen. Je häufiger die Energy-Drinks getrunken wurden, desto eher litten die befragten Schüler unter Schlafstörungen, Übergewicht. Auch psychische und emotionale Probleme, sowie Verhaltensprobleme und Hyperaktivität waren eine Folge. Außerdem stehen Energy-Drinks oft im Zusammenhang mit anderem Risikoverhalten wie Alkoholkonsum und Rauchen.

Besonderes Risiko für das Herz-Kreislauf-System

Die Studie der DAK ist nicht die erste, die sich mit den Risiken des Energy-Drink-Konsums für Kinder und Jugendliche beschäftigt. Im Mai hat bereits das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Stellungnahme zu dem Thema veröffentlicht.

Das BfR hat einerseits Studien zu den akuten gesundheitlichen Folgen gesichtet, die nach dem übermäßigen Trinken von Energy-Drinks auftreten. Andererseits wurden Befragungen zum Trinkverhalten von Kindern und Jugendlichen herangezogen.

Die Auswertung des BfR zeigt klar, dass sich nach dem Konsum von einem Liter Energy-Drink oder mehr schwerwiegende gesundheitliche Folgen zeigen. Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Muskelzittern, Übelkeit, Angstzustände, Nervosität sowie auch Veränderungen im Elektrokardiogramm können auftreten.

Zehn Prozent gehören zur "Hoch-Risikogruppe“

Zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen gaben laut BfR an, zu bestimmten Gelegenheiten einen Liter oder mehr an Energy-Drink zu sich zu nehmen. Damit gehören sie zu einer Risikogruppe, die eine hohe Wahrscheinlichkeit für Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem aufweist.

Die zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen, die innerhalb weniger Stunden einen Liter und mehr an Energy-Drinks zu sich nehmen, sind als Hoch-Risikogruppe anzusehen.
Andreas Hensel, Präsident des BfR

"Die zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen, die innerhalb weniger Stunden einen Liter und mehr an Energy-Drinks zu sich nehmen, sind als Hoch-Risikogruppe anzusehen“, so die Einschätzung von Andreas Hensel, Präsident des BfR. „Viele wissen nicht, dass zusätzlicher Alkoholkonsum oder anstrengende körperliche Betätigung die unerwünschten Wirkungen des Koffeins weiter verstärken.“

Das BfR empfiehlt, noch intensiver über die Risiken von übermäßigem Energy-Drink-Konsum aufzuklären, beispielsweise mit Kampagnen an Schulen. Auch in der Politik spielt das Thema eine Rolle. Im Auftrag des Bundesernährungsministeriums läuft derzeit eine "Datenerhebung zur Koffeinaufnahme" bei Kindern und Jugendlichen durch das Robert-Koch-Institut.

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