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WWF-Studie zu Klimawandel - Hälfte der Pflanzen- und Tierarten in Gefahr

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Forscher warnen vor drastischem Artensterben: Die Hälfte der Tier- und Pflanzenarten in besonders schützenswerten Regionen werde dem Klimawandel zum Opfer fallen, sagt eine Studie.

Elefanten im Etosha Nationalpark, Namibia, aufgenommen am 13.03.2018
Auf der ganzen Welt könnten Tiere wie Afrikanische Elefanten oder Große Pandas regional verschwinden, warnt die Organisation WWF. Quelle: imago

Die Erderwärmung wird Forschern zufolge zur ernsthaften Gefahr für die Artenvielfalt in besonders schützenswerten Erdregionen: In besonders artenreichen Gebieten wie dem Amazonas oder Madagaskar seien bis zum Jahr 2080 25 bis 50 Prozent der Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht, heißt es in einer Untersuchung, die in der Zeitschrift "Climatic Change" veröffentlicht wurde.

Die Studie "Wildlife in a warming World" stammt von der East Anglia Universität in Großbritannien und der James-Cook-Universität in Australien. In Auftrag gegeben wurde sie von der Umweltorganisation WWF. Die Wissenschaftler untersuchten die klimatischen Bedingungen für 80.000 Arten in 33 sowohl einzigartigen wie artenreichen Gebieten wie dem Amazonas, der Wüste von Namibia, dem Himalaya, dem Baikalsee und dem Süden Chiles.

"Direkte Folge der menschengemachten Klimaerhitzung"

"Sollten die menschengemachten Emissionen an Treibhausgasen wie bisher fortschreiten, würde jede zweite Art bis zum Jahr 2080 aus den untersuchten Gebieten verschwinden", sagte WWF-Naturschutzexperte Christoph Heinrich den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Selbst wenn das Zwei-Grad-Ziel eingehalten werde, also die oberste Grenze der Beschlüsse im Pariser Klimaabkommen, fiele der Rückgang der Arten massiv aus: Dann würde noch jede vierte Spezies in den Schlüsselregionen verloren gehen, heißt es in der Studie.

"Das ist kein Schicksal, sondern direkte Folge der menschengemachten Klimaerhitzung. Auf der ganzen Welt könnten Tiere wie Afrikanische Elefanten oder Große Pandas regional verschwinden, genau wie Zehntausende Pflanzen, Insekten und kleinere Lebewesen, die die Grundlage des Lebens auf der Erde bilden", so Heinrich. Der WWF bekräftigte seine Forderung an die Bundesregierung, aus Kohle, Öl und später Erdgas auszusteigen. Diese seien die Haupttreiber des Klimawandels.

Zoologe: Artensterben jetzt schon drastisch

Der Direktor der Zoologischen Staatssammlung in München, Gerhard Haszprunar, der nicht an der Studie beteiligt war, hält die Ergebnisse für plausibel. Aus seiner Sicht wären noch weit mehr Arten betroffen, wenn die Ozeane mit in die Berechnungen einbezogen würden. Das Artensterben sei schon jetzt drastisch. Dies sei nicht nur indirekt durch den Klimawandel auf den Menschen zurückzuführen. Der Artenschwund sei vor allem auch direkt durch Waldrodungen, eine intensive Agrarindustrie und Flächenzementierung auf den Menschen zurückzuführen.

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