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Studie - Nur jeder zehnte Euro-6-Diesel erfüllt Norm

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Neun von zehn Euro-6-Dieseln auf der Straße sind laut einer Studie zu schmutzig. Laut Umweltorganisation ICCT stoßen die Euro-6-Diesel im Schnitt viereinhalbmal mehr Stickoxid aus, als die Norm vorgibt. 90 Prozent der Fahrzeuge würden den Labor-Grenzwert auf der Straße reißen.

Die Kanzlerin will am Montag mit Vertretern aus 30 Kommunen sprechen, um die schlechte Luft in Städten zu verbessern. Doch welche Erwartungen haben Kommunen an Berlin? Das große gemeinsame Ziel lautet, Fahrverbote zu vermeiden.

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"Die Ergebnisse bestätigen frühere Erkenntnisse, basieren nun aber auf einer sehr großen Anzahl an Fahrzeugtests und erlauben damit auch Rückschlüsse auf das durchschnittliche Emissionsverhalten einzelner Hersteller", sagte der Geschäftsführer des International Councils on Clean Transportation (ICCT) in Europa, Peter Mock. Die realen NOx-Emissionen einiger Euro-6-Fahrzeuge liegen demnach sogar unterhalb des Grenzwerts, während andere den Grenzwert um das Zwölffache überschreiten.

Insgesamt wertete die Umweltorganisation, die den Abgas-Skandal 2015 mit ins Rollen brachte, die Abgaswerte von 541 Diesel-Pkw der Normen Euro 5 und Euro 6 aus, die 145 verschiedene Modelle repräsentieren.

Überschreitungen nicht illegal

Illegal sind die teils deutlichen Grenzwert-Überschreitungen nicht, da erst seit September in der EU für Neuzulassungen die Abgasnorm auch für den Ausstoß auf der Straße maßgeblich ist. Zudem dürfen die Stickoxid-Werte weiterhin um einen sogenannten Konformitätsfaktor über den Grenzwerten liegen. Allerdings gelten die teils drastischen Überschreitungen im Alltag als Grund dafür, dass die Luft in vielen Städten trotz immer strengerer Grenzwerte schmutziger ist, als die EU erlaubt. Gerichte könnten deswegen die Politik zu Fahrverboten zwingen.

Die ICCT-Forscher fordern für die Zukunft weitere unabhängige Tests unter realen Fahrbedingungen, die nicht nur den Ausstoß von Stickoxiden, sondern auch von CO2 unter die Lupe nehmen - und zwar von Autos, die Kunden oder Mietwagen-Firmen bereitstellen, nicht die Autobauer selbst.

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