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Personalmangel ist in den meisten Kitas Alltag

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Studie zum Kitaleitungskongress - Personalmangel ist in den meisten Kitas Alltag

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Trotz enormer Verantwortung sind die Arbeitsumstände von Erziehern in Deutschland noch immer schlecht. Kitaleiter klagen vor allem über zu wenig Personal und geringe Wertschätzung.

Einige Kita in NRW sollen bald auch nachts geöffnet sein.
Durch den Personalmangel können viele Kitas den Kindern nur noch Minimalbetreuung bieten.
Quelle: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Nur fünf Prozent aller Kitas in Deutschland können laut einer Studie des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) mit der wissenschaftlich empfohlenen Personalausstattung arbeiten. Für die meisten ist Personalmangel dagegen Alltag. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von über 2.600 Kitaleitern in Deutschland hervor, die beim Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) in Düsseldorf vorgestellt worden ist.

Personalmangel: Weniger Angebote für Kinder

Erzieherin sitzt mit Kindern im Kreis
Auf einen Erzieher kommen laut der Studie knapp sieben Kinder.

Die einst weltweit vorbildlichen deutschen Kindergärten würden "zunehmend bessere Verwahranstalten, die ihrem Bildungsauftrag trotz aller Anstrengungen nicht gerecht werden können", kritisierte VBE-Chef Udo Beckmann. Der wissenschaftliche Standard empfehle, dass mindestens eine Fachkraft für drei unter dreijährige Kinder da sein sollte, erläuterte der Bildungsgewerkschafter. Bei über Dreijährigen liege der statistische Betreuungsschlüssel bei 1:7,5. Dies sei in der Praxis aber die absolute Ausnahme.

90 Prozent der befragten Kitaleiter gaben an, dass sie im vergangenen Jahr zeitweise mit erheblicher Personalunterdeckung gearbeitet hätten. Fast alle betroffenen Einrichtungen mussten infolgedessen Angebote für die Kinder vorübergehend reduzieren.

Sicherheit der Kinder muss gewährleistet sein

Wie dramatisch die Situation ist, wird auch daran deutlich, dass viele Kitas regelmäßig mit so wenig Personal auskommen müssen, dass eine ordnungsgemäße Aufsichtsführung überhaupt nicht mehr möglich ist.
Zitat aus dem Fazit der DKLK-Studie

Die Ergebnisse der zum fünften Mal infolge erhobenen Umfrage zeigten bislang "keine spürbaren Verbesserungen in der täglichen Arbeitssituation", heißt es im Fazit der Studie. "Wie dramatisch die Situation ist, wird auch daran deutlich, dass viele Kitas regelmäßig mit so wenig Personal auskommen müssen, dass eine ordnungsgemäße Aufsichtsführung überhaupt nicht mehr möglich ist." Nötig seien Sofortmaßnahmen, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten und das Haftungsrisiko für Kitaleitungen und Träger zu minimieren, forderte Beckmann.

Etwa 70 Prozent der Kitaleitungen brauchen angesichts der Personalknappheit mindestens drei Monate zur Nachbesetzung offener Stellen. In Großstädten benötigen 40 Prozent der Befragten im Schnitt sogar länger als fünf Monate.

Vorurteile halten sich nach wie vor

Die meisten Kitaleiter leiden unter mangelnder Wertschätzung und schlechter Bezahlung ihrer Arbeit sowie zunehmender Bürokratie. Fast 77 Prozent der Befragten sehen sich noch mit dem Vorurteil konfrontiert: "Wir spielen, basteln und betreuen die Kinder nur." Das sind sogar etwas mehr als ein Jahr zuvor. Genervt äußern sich darüber vor allem Jüngere. Zwei Drittel aller Befragten bemängeln darüber hinaus Unterbezahlung pädagogischer Fachkräfte. In privaten Einrichtungen und in kleineren Gemeinden fällt die Bewertung besser aus.

Bislang blieben die meisten politischen Maßnahmen gegen die strukturelle Unterfinanzierung des gesamten Kita-Bereichs mit seinen mehr als 600.000 Beschäftigten nur "Tropfen auf dem heißen Stein", bilanzieren die Autoren der Studie. Erstellt wurde sie vom VBE und einem Informationsdienstleister unter wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule Koblenz.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

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