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Brexit senkt deutsche Einnahmen

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Studie zum geplanten EU-Austritt - Brexit senkt deutsche Einnahmen

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Noch immer ist unklar, ob der Brexit geordnet oder ohne Deal ablaufen wird. Im zweiten Fall hätte das schwere Konsequenzen für Deutschlands Wirtschaft, zeigt eine Studie.

Lastwagen mit Waren vor dem Eurotunnel am Ärmelkanal. Symbolbild
Lastwagen mit Waren vor dem Eurotunnel am Ärmelkanal. Symbolbild
Quelle: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Der Brexit könnte das Bruttoeinkommen in Deutschland um Milliarden schmälern. Bei einem ungeregelten Austritt Großbritanniens müssten sich die Deutschen wohl auf einen Einkommensverlust von fast 10 Milliarden Euro jährlich einstellen, schätzt eine Studie der Bertelsmann Stiftung.

Nach Großbritannien wäre Deutschland demnach beim Bruttoeinkommen am stärksten belastet, gefolgt von Frankreich und Italien. Ein geordneter Brexit würde die negativen Auswirkungen laut Studie deutlich abmildern.

UK würde laut Simulation 57 Milliarden jährlich verlieren

Auf das Vereinigte Königreich käme laut Simulation bei einem No-Deal-Austritt ein jährlicher Einkommensverlust von 57 Milliarden Euro zu - umgerechnet etwa 875 Euro pro Einwohner. Auf fast 8 Milliarden Euro weniger müssten sich die Franzosen und auf gut 4 Milliarden Euro weniger die Italiener gefasst machen, sagt die Studie voraus.

Die Autoren hatten auf Basis von amtlichen Handelsdaten in zwei Szenarien - Brexit mit oder ohne Vertrag - Einkommensentwicklungen geschätzt, auf Grundlage erwarteter Veränderungen beim Bruttoinlandsprodukt. Als Gründe für die erwarteten Verluste nennen sie Zölle, die Waren verteuerten, aber auch einen wohl sinkenden Wettbewerb in Europa mit negativen Folgen für Preis- und Lohnentwicklung.

Geregelter Brexit würde negative Auswirkungen abmildern

Bei einem vertraglich geregelten Austritt sieht die Simulation weit weniger negative Auswirkungen. Für Deutschland nehme man dann Einkommensverluste von rund 5 Milliarden Euro an. Auch für die gesamte EU (ohne Großbritannien) würde sich der Verlust in etwa halbieren - auf geschätzte 22 Milliarden Euro.

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