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Studie zum Wohnungsbau - Zu wenig und am Bedarf vorbei

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1,5 Millionen neue Wohnungen bis 2021 verspricht der Koalitionsvertrag einer möglichen GroKo. Das Ziel würde schon im ersten Jahr verfehlt werden, sagen Verbände.

In den Städten fehlen deutschlandweit insgesamt eine Million Wohnungen, schätzen Experten. Durch Nachverdichtung sollen jetzt vor allem in Großstädten neue Wohnungen entstehen.

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Eine "Wohnraumoffensive" haben Union und SPD im Koalitionsvertrag geplant, sollte die GroKo zustande kommen.  Allein in diesem Jahr sollen 375.000 neue Wohnungen entstehen. Ein Ziel, das die möglichen Koalitionspartner wohl nicht erreichen werden. Das geht aus einer Studie zum Wohnungsbau in Deutschland hervor, die Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft am Donnerstag in Berlin vorstellten.

Danach ist auch wenig wahrscheinlich, dass in den nächsten vier Jahren insgesamt 1,5 Millionen neue Wohnungen entstehen, wie es Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag versprechen.

Am Bedarf vorbei

In den Jahren 2015 und 2016 wurden der Studie zufolge durchschnittlich je 260.000 Wohnungen fertiggestellt, weitere 140.000 pro Jahr wären notwendig. Davon müssten 80.000 Sozialwohnungen sein und 60.000 bezahlbare Wohnungen in Ballungsräumen.

Der gegenwärtige Wohnungsbau gehe am Bedarf vorbei, schreiben die Autoren der Studie. In den Großstädten hätten 35 bis 50 Prozent aller Haushalte Anrecht auf eine Sozialwohnung. Aber nur sechs Prozent aller Mietwohnungen sind Sozialwohnungen. Ohne die Unterstützung des Bundes seien die Länder nicht in der Lage, den Sozialwohnungsbau ausreichend zu fördern.

Um dem Wohnraummangel entgegen-zuwirken, werden vielerorts immense Bauprojekte hochgezogen. Aus Platzmangel wird immer höher und enger gebaut. Anwohner in Hamburg rebellieren jetzt gegen die Bauwut.

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Insgesamt fehlen bundesweit rund eine Million Wohnungen. Mangel herrscht nicht nur in den Ballungsgebieten, sondern auch in 138 Landkreisen und kreisfreien Städten. Das "Verbändebündnis Wohnen" hatte zum diesjährigen Wohnungsbau-Tag in Berlin den "Fakten-Check Wohnungsbau" beim Pestel-Institut in Hannover und der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen in Kiel in Auftrag gegeben.

Hendricks zuversichtlich

Im ZDF morgenmagazin verteidigte die geschäftsführende Bauministerin Barbara Hendricks die Wohnungsbaupolitik der vergangenen vier Jahre. "Wir haben einen Push gemacht", sagte Hendricks. "Das reicht noch nicht aus. Aber wir haben im letzten Jahr 320.000 Wohnungen fertiggestellt und das waren vor sechs Jahren nur 200.000. Das ist schon ein riesiger Unterschied."

Hendricks zeigte sich zuversichtlich, dass die selbst gesteckten Ziele erreicht würden. In den vergangenen vier Jahren seien immerhin eine Million Wohnungen entstanden. Außerdem gebe es Baugenehmigungen in der Größenordnung von 375.000 Wohnungen. "Also, völlig ausgeschlossen ist es nicht", meint Hendricks. "Denn die Baugenehmigungen beziehen sich ja auf ganz konkrete Grundstücke und ganz konkrete Vorhaben. Deswegen: Wenn gebaut wird, dann werden 375.000 auch fertig, ja klar."

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