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Überschwemmungen nach "Harvey" - Trump will eine Million Dollar für Flutopfer spenden

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Mehr als 30 Tote, Zehntausende Wohnungen zerstört oder schwer beschädigt - das ist nur eine erste Bilanz nach Hurrikan "Harvey". Während Houston mit dem Aufräumen beginnt, steigt im Osten von Texas das Wasser weiter. US-Präsident Trump will eine Million Dollar für die Flutopfer spenden.

In Texas kämpfen die Menschen weiter mit den Folgen des Tropensturms „Harvey“. In einem überfluteten Kraftwerk kam es zu Explosionen und Bränden. Rauch stieg auf. Wie gefährlich die Situation ist, dazu machten die Behörden widersprüchliche Aussagen.

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Nach tagelangen Überschwemmungen fließt das Hochwasser im Raum Houston allmählich ab, und die Einsatzkräfte können sich langsam ein Bild vom gesamten Ausmaß der Zerstörung machen. Feuerwehrleute, Polizisten und freiwillige Helfer begannen am Donnerstag, von Haus zu Haus zu gehen, um nach möglichen weiteren Toten oder Überlebenden zu suchen. Die akute Hochwassergefahr verlagerte sich in den Osten von Texas und Louisiana.

Trump will eine Million Dollar spenden

Die Bilanz ist bereits jetzt verheerend: mindestens 31 Tote, mehr als 37.000 Häuser und Wohnungen schwer beschädigt und fast 7.000 komplett zerstört. Etwa 32 000 Menschen waren in Notunterkünften untergebracht. Nach zahlreichen Spenden Prominenter kündigte auch US-Präsident Donald Trump an, eine Million Dollar aus seinem Privatvermögen für die Hochwasserhilfe zur Verfügung zu stellen.

Der Direktor der Katastrophenschutzbehörde Fema in Houston, Tom Fargione, sagte, Priorität sei jetzt eine Unterbringung jener, die ihre Häuser durch das von Hurrikan "Harvey ausgelöste Hochwasser verloren hätten. Als erstes müssten sie erst einmal aus den Notunterkünften gebracht werden, sagte er.

Im Viertel Meyerland hämmerten die Einsatzkräfte auf der Suche nach Überlebenden, Verletzten oder Toten an eine Tür nach der anderen, lugten durch Fenster und markierten durchsuchte Häuser mit GPS-Geräten. Die Behörden gingen davon aus, dass der Einsatz noch zwei Wochen dauern dürfte.

In Beaumont und Port Arthur steigt das Wasser

In den Orten Beaumont und Port Arthur nahe der Grenze zu Louisiana stieg der Wasserpegel derweil weiter. Die meisten aus Port Arthur führenden Straßen waren überschwemmt, in Beaumont gab es kein Leitungswasser mehr, weil die Pumpstation überflutet wurde. Fast 200 Patienten mussten aus einem Krankenhaus in Beaumont ausgeflogen werden. In Port Arthur suchten mehr als 500 Menschen Zuflucht in einem Bowlingzentrum. Viele hatten ihre Haustiere dabei, darunter ein Affe. "Der Affe kam ein bisschen überraschend, aber wir versuchen zu helfen", sagte der Manager des Zentrums, Jeff Tolliver.

In einer Chemiefabrik 40 Kilometer nordöstlich von Houston geriet nach Angaben der Feuerwehr organisches Peroxid in Brand, mit dem unter anderem Medikamente und Baumaterialien hergestellt werden. Es kam zu einem Brand und kleineren Explosionen. Bis zu zwölf Meter hohe Flammen seien aufgestiegen, sagte Bob Rayall von der Feuerwehr auf einer Pressekonferenz.

Zunächst warnte die Katastrophenschutzbehörde Fema in Washington, die Rauchfahne sei "unglaublich gefährlich". Später ruderte sie aber zurück. Fema-Direktor Brock Long habe nur besonders vorsichtig sein wollen, hieß es. Die Umweltschutzbehörde EPA teilte mit, von dem Rauch aus der Fabrik gehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit aus. Die Fabrik in Crosby war überflutet worden, und nach einem Stromausfall konnten dort gelagerte Chemikalien nicht mehr gekühlt werden. Das löste die Explosionen aus.

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