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Massive Verkehrsprobleme - Sturmtief peitscht über Europa

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Ein Sturmtief, zwei Namen, viele Schäden: Was "Burglind" für Deutschland, ist "Eleanor" für Westeuropa. In mehreren Ländern sorgte der Sturm für Flug- und Stromausfälle.

Riesige Wellen treffen am 03.01.2018 die Mole von Newhaven
Riesige Wellen treffen am 3. Januar 2018 die Mole von Newhaven.
Quelle: dpa

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 Kilometern pro Stunde fegte "Eleanor" über den Norden Frankreichs. Die Folge: Stromausfall in 200.000 Haushalten, davon 30.000 in Paris. Tausende Mitarbeiter waren im Einsatz, um die Leitungen zu reparieren, teilte der nationale Stromversorger mit.

Die heftigen Böen führten auch beim Flugverkehr zu Problemen. Auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle gab es Verzögerungen. Man habe Vorkehrungen treffen müssen, um Passagieren den sicheren Einstieg in ihre Flugzeuge zu ermöglichen, hieß es.

Die Regionalflughäfen in Straßburg und Basel-Mülhausen-Freiburg im Grenzgebiet zu Deutschland wurden vorübergehend gesperrt, wie die Betreiber mitteilten. Auch der Eiffelturm in Paris wurde wegen Windböen von bis zu hundert Stundenkilometern geschlossen.

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Mindestens ein Mensch kam durch den Sturm ums Leben. Ein Skifahrer sei auf einer Piste in Morillon in den französischen Alpen von einem Baum erschlagen worden, teilte die Polizei mit. Nach einer vorläufigen Bilanz seien 15 Menschen durch den Sturm verletzt worden, vier von ihnen schwer, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes. Sie wurden zum Teil von umstürzenden Bäumen oder herabfallenden Gegenständen getroffen.

Verkehrschaos in den Niederlanden

Auch in den Niederlanden sorgte der erste Sturm des Jahres für erhebliche Verkehrsprobleme. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden am Mittwoch mehr als 200 Flüge gestrichen. Auch der Zugverkehr war von dem heftigen Wind mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde betroffen, meldete die niederländische Bahn.

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In den Küstengebieten fielen Intercitys aus. Deiche und Brücken waren für den Autoverkehr gesperrt worden. Zudem schlossen die Niederlande erstmals alle fünf Sturmflutwehre, darunter auch das neun Kilometer lange "Oosterscheldekering" in der südwestlichen Provinz Zeeland. "Das hat es noch nie zuvor gegeben", twitterte die Wasserbehörde am Mittwoch. Da etwa ein Drittel der Niederlande unter dem Meeresspiegel liegt, müssen die Wehre bei extremem Hochwasser geschlossen werden. Andernfalls drohen gut 60 Prozent des Landes überflutet zu werden.

"Eleanor" peitscht über Irland und Großbritannien

Überschwemmte Straßen, umgestürzte Bäume - "Eleanor" richtete auch in Großbritannien und Irlands erhebliche Schäden an. Wie die BBC berichtete, wurde ein Mann in Wales verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte. In Cornwall zerstörte eine Sturmflut Teile der Küstenbefestigung.

Mehr als 12.000 Haushalte in Nordirland waren vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern traf der Sturm auf Irland. Dort waren 27.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. In der Küstenstadt Galway im Westen Irlands kam es zu Überschwemmungen.

Böe hebt Bahnwagen aus Gleisen

In der Schweiz wurden acht Menschen bei der Entgleisung eines Bahnwagens verletzt. Der Unfall ereignete sich im Kanton Bern an der Lenk, wie die Polizei mitteilte. Der genaue Grund für das Unglück war zwar noch Gegenstand der Ermittlungen. Doch nach Angaben des Lenker Gemeindepräsidenten René Müller entgleiste der Bahnwagen wegen einer Windböe. Bei Böen von bis zu 200 Kilometern pro Stunde waren der Verkehr auf Straße, Schiene und in der Luft in der Schweiz eingeschränkt, die Lawinengefahr in den Bergen wurde als "sehr kritisch" eingestuft.

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