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Region um Paradise - Kalifornien: Erst Waldbrand, jetzt Sturzflut

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Vor drei Wochen haben Waldbrände den kalifornischen Ort Paradise zerstört. Nun lösen Sturzregen und Überschwemmungen neue Probleme aus.

Starke Regenfälle haben in Kalifornien zu Überschwemmungen geführt. Wie schon während der Brände Mitte November haben die Behörden betroffene Gebiete evakuiert.

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Nach einem verheerenden Waldbrand machen dem Unglücksgebiet im Norden Kaliforniens nun Sturzfluten zu schaffen. Rund um die abgebrannte Ortschaft Paradise setzten heftige Regenfälle Straßen unter Wasser. Per Boot hätten Einsatzkräfte in der Stadt Chico etliche Anwohner aus drei überschwemmten Häusern befreit, sagte ein Sprecher der Fort- und Feuerschutzbehörde. Ein Sturm brachte Regen über die Gegend, Bäume wurden entwurzelt und Strommasten aus der Verankerung gehoben.

Evakuierungen angeordnet

Auch aus Gegenden, die nicht vom schweren Waldbrand betroffen waren, seien Sturzfluten gemeldet worden. Rettungsteams halfen Autofahrern, die auf überfluteten Straßen in ihren Autos festsaßen. Rund 100 Fahrzeuge seien aufgefordert worden, an Ort und Stelle zu bleiben, bis der Regen am Nachmittag (Ortszeit) nachließ.

Für den Bezirk Butte County ordnete Sheriff Kory Honea Evakuierungen an. Etliche Menschen wurden in eine Kirche in Chico gebracht. In der Stadt hatten schon viele Anwohner von Paradise und Umgebung Zuflucht vor den Waldbränden gefunden, die die Region wochenlang in Atem gehalten hatten.

Überflutungen in Orange County, Kalifornien
Überflutungen in Orange County, Kalifornien
Quelle: dpa

Anwohner erleben "Déjà-vu"

Anwohner Dale Word, ein Ingenieur aus dem Großraum Chico, erlebte ein Déjà-vu: Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen musste er sein Haus verlassen, erst wegen des Waldbrands und nun wegen der Sturzfluten. Die Katastrophen, die Butte County träfen, machten ihn sprachlos. "Wo man auch hingeht, redet man mit Leuten, die alles verloren haben und es ist einfach tragisch", ergänzte Word - und übte sich in Galgenhumor: "Es fühlt sich so an, als ob jederzeit die Vier Reiter der Apokalypse den Hügel runterreiten würden."

Die Waldbrände Anfang November hatten sich rasch durch mehr als 600 Quadratkilometer trockenes Strauch- und Waldland weit im Norden von San Francisco gefressen. Fast 90 Menschen kamen um - so viele Todesopfer hatte es bei einem Waldbrand in den USA seit 100 Jahren nicht gegeben. Rund 13.000 Gebäude gingen in Flammen auf, die Stadt Paradise wurde komplett zerstört. Am vergangenen Wochenende brachte die Feuerwehr den Waldbrand vollständig unter Kontrolle.

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