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Korea-Staaten suchen Dialog - Süd- und Nordkorea planen Gipfeltreffen

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Annäherung im Korea-Konflikt: Nord- und Südkorea haben laut Seoul ein Gipfeltreffen in der Grenzregion sowie erstmals eine direkte Hotline zwischen den Staatsführungen vereinbart.

Kim Jong Un (Nordkorea) trifft Chung Eui-Yong (Südkorea) am 06.03.2018 in Pjöngjang (Nordkorea)
Chung Eui-Yong (l. Südkorea) trifft Kim Jong Un (r. Nordkorea) Quelle: reuters

Das Treffen des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un solle Ende April stattfinden, teilte Südkoreas nationaler Sicherheitsberater Chung Eui Yong nach einem zweitägigen Besuch in Pjöngjang am Dienstag in Seoul mit. Das dritte gesamtkoreanische Spitzentreffen seit dem Jahr 2000 soll im Grenzort Panmunjom stattfinden. 

Direkte Hotline zwischen Staatschefs geplant

Zudem wurde demnach erstmals eine direkte Hotline zwischen den Staatsführungen vereinbart. "Der Süden und der Norden sind übereingekommen, eine Hotline zwischen den beiden Führern einzurichten, um die militärischen Spannungen abzubauen und eine enge Koordination zu ermöglichen", sagte Chung Eui Yong. Das erste Telefonat über diese Hotline solle es nun vor dem im April geplanten Gipfeltreffen geben.

Karte von Nord-und Südkorea
Karte von Nord- und Südkorea. Quelle: ZDF

Die Spannungen in der Region hatten sich 2017 deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte. Nordkorea kann nach eigenen Angaben jetzt das gesamte US-Festland mit Atomsprengköpfen angreifen. Die nordkoreanische Seite habe bei den Gesprächen in Pjöngjang betont, dass es keinen Grund habe, Atomwaffen zu besitzen, wenn es eine Sicherheitsgarantie habe, hieß es. 

Südkorea: Während Dialog will Nordkorea Atomtests stoppen

Nordkorea habe außerdem seine Bereitschaft zum Dialog mit den USA geäußert. Sollten Gespräche mit Washington stattfinden, wolle Nordkorea seine Atom- und Raketentests einfrieren. Moon hatte am Montag eine Delegation von fünf Emissären unter Leitung von Chung Eui Yong auch mit der Absicht nach Nordkorea geschickt, die kommunistische Führung in Pjöngjang und Washington an einen Tisch zu bringen.  

Kim Jong Un hatte die südkoreanischen Abgesandten nach deren Ankunft am Montag getroffen und für sie ein Abendessen gegeben. Es war das erste Mal seit seiner Machtübernahme Ende 2011, dass der Diktator hochrangige Vertreter Südkoreas traf. 

Trump: "Werden sehen, was passiert"

US-Präsident Donald Trump begrüßte den innerkoreanischen Gipfel als einen "möglichen Fortschritt", schrieb er am Dienstag zurückhaltend auf Twitter. "Wir werden sehen, was passiert!", schrieb er weiter.

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Ein Sprecher des Pentagons hatte zuvor gesagt, man sei "vorsichtig optimistisch" über die Gespräche zwischen Nord- und Südkorea. "Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass wir die militärischen Optionen zur Verteidigung der koreanischen Halbinsel beibehalten und dass wir Schulter an Schulter mit unseren südkoreanischen Verbündeten stehen", sagte Sprecher Robert Manning. 

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