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Konflikt mit Nordkorea - Südkorea schickt Sondergesandte in den Norden

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Südkorea wird eine Delegation aus zehn Regierungsvertretern nach Nordkorea schicken. Bereits am Montag soll sie nach Pjöngjang reisen, um über den Koreakonflikt zu sprechen.

Karte: Nord- und Südkorea
Nord- und Südkorea
Quelle: ZDF

Südkoreas Präsident Moon Jae In schickt am Montag mehrere Sondergesandte nach Nordkorea, um über die weitere Annäherung der beiden verfeindeten Staaten zu verhandeln. Der zehnköpfigen Delegation wird auch Geheimdienstchef Suh Hoon angehören, wie Moons Sprecher am Sonntag in Seoul bekanntgab. Geleitet wird sie vom Nationalen Sicherheitsberater Chung Eui Yong.

Bei den Beratungen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang seien "ausführliche Gespräche" über verschiedene Themen geplant, sagte der Sprecher. Neben den Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea werde auch darüber beraten, wie die "Bedingungen für Gespräche zwischen Nordkorea und den USA über eine Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel" geschaffen werden könnten.

Delegation soll Montag nach Nordkorea reisen

Die Delegation wird den Angaben zufolge am Montagnachmittag (Ortszeit) nach Pjöngjang reisen und bis Dienstag dort bleiben. Anschließend sollen die Teilnehmer in die USA weiterreisen, um mit Vertretern der US-Regierung über das Ergebnis der Gespräche zu beraten.

Nordkorea hatte die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang für eine Charmeoffensive genutzt. Zur Eröffnungsfeier Anfang Februar schickte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seine Schwester Kim Yo Jong, die eine Einladung an den südkoreanischen Präsidenten für ein Gipfeltreffen in Pjöngjang überbrachte.

Südkorea drängt USA zu Gesprächen

Zum Ende der Winterspiele hatte Nordkorea dann eine Delegation mit dem General Kim Yong Chol an der Spitze nach Südkorea geschickt. Er traf sich unter anderem mit Geheimdienstchef Suh und Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon. Nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul vereinbarten beide Seiten, "die gemeinsamen Anstrengungen für die Verbesserung der zwischenstaatlichen Beziehungen und die Schaffung von Frieden fortzusetzen".

Südkoreas Präsident drängte auch die USA zu Gesprächen mit Nordkorea. Die USA müssten die "Schwelle für Gespräche" senken und sich so schnell wie möglich mit Nordkorea zusammensetzen, sagte Moon am vergangenen Montag. Pjöngjang müsse im Gegenzug seinen Willen zum Verzicht auf sein Atomwaffenprogramm zeigen.

Die US-Regierung macht Schritte zur atomaren Abrüstung Nordkoreas zur Vorbedingung für einen Dialog. Präsident Donald Trump hatte erst im Februar neue Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt.

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