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Todesopfer in Südtirol alle aus Deutschland

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Schwerer Unfall in Luttach - Todesopfer in Südtirol alle aus Deutschland

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Tragischer Unfall in Südtirol: Ein Auto rast in eine Reisegruppe. Sechs junge Menschen sterben. Die Feuerwehr bestätigt: Alle Todesopfer sind aus Deutschland.

Im Wintersportort Luttach rast ein stark alkoholisierter Autofahrer in eine 17-köpfige deutsche Reisegruppe. Sechs Menschen starben, elf wurden verletzt, vier davon schwer. Am Unfallort herrscht Fassungslosigkeit und Trauer.

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Ein Auto ist im Wintersportort Luttach im Südtiroler Ahrntal in eine Gruppe junger deutscher Urlauber gefahren und hat sechs Menschen getötet. Später bestätigte die Feuerwehr: Alle Todesopfer kamen aus Deutschland. Die Urlauber im Alter zwischen 20 und 25 Jahren seien in der Nacht noch am Unfallort gestorben.

Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt, vier von ihnen schwer. Unter den Verletzten sind zwei Südtiroler, die übrigen stammen ebenfalls aus Deutschland.

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Im Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, Mitarbeiter des Generalkonsulats Mailand stünden im Kontakt mit den zuständigen italienischen Behörden, die mit der Identifizierung der Verunglückten befasst sind und unterstützten bei der Betreuung der Betroffenen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet twitterte unterdessen, dass nach derzeitigen Erkenntnissen die meisten der Todesopfer aus NRW stammen. "Dieser Tag ist ein trauriger Tag für unser ganzes Land", schrieb er. Ein Todesopfer wohnte in Hamburg, wie am Nachmittag bekannt gegeben wurde. Die Person stamme aus Baden-Württemberg, sei in der Hansestadt aber gemeldet gewesen, sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Hamburg.

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Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erschüttert über das Unglück in Südtirol mit sechs deutschen Todesopfern geäußert. "Die Nachrichten aus Südtirol sind erschütternd - ein fröhlicher Abend, der in der Katastrophe endet", erklärte Merkel in einer von Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter verbreiteten Stellungnahme. Merkel trauere mit allen, "die dort heute Nacht Kinder, Geschwister, Freunde verloren haben". Den Verletzten wünschte sie Kraft und baldige Genesung.

Polizei geht von Unfall aus - Fahrer wohl betrunken

Das Auto fuhr den Behörden zufolge gegen 1 Uhr nachts in Luttach in die Gruppe. Alarm sei gegen 1:15 Uhr ausgelöst worden. Die Polizei geht von einem Unfall und nicht von einer absichtlichen Tat aus.

Kerzen und Kondolenzschreiben an der Unfallstelle in Südtirol.
Kerzen und Trauerbekundung an der Unfallstelle in Südtirol.
Quelle: AP

Ein Sprecher der Polizei in Bozen sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Fahrer des Unfallwagens habe nach einem ersten Test mehr als 1,9 Promille Alkohol im Blut gehabt. Der 27-Jährige werde auch auf Drogen untersucht. Eine Annahme sei, dass er zu schnell unterwegs gewesen ist. Zuvor hatte die Polizei bereits mitgeteilt, der Fahrer sei festgenommen worden. Ihm werde mehrfache Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen.

Unfallfahrer in psychologischer Behandlung

Der Unfallfahrer steht unter Schock. Er sei im Krankenhaus in psychologischer Behandlung von Spezialisten, sagte ein Polizeisprecher in Bozen. Medien in Italien hatten berichtet, der Mann aus dem Südtiroler Ort Kiens sei in der Psychiatrie. Er habe gesagt, sich umbringen zu wollen, als er von der hohen Zahl der Toten erfahren habe. Er habe "Sachen gesagt", die in diese Richtung gehen könnten, sagte der Polizeisprecher. Weitere Details wollte er nicht bekannt geben.

Karte: Luttach, Italien.
Quelle: ZDF

Die Gegend, in der sich der Unfall ereignete, liegt in Italien an der österreichischen Grenze und ist als Ski- und Wintersportgebiet bekannt. Luttach ist ein Dorf der Gemeinde Ahrntal, die etwas mehr als 1.000 Einwohner hat. Es ist beliebt bei Jugendgruppen aus Deutschland, die im Winter zum Skifahren kommen.

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