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Supertanker "Adrian Darya-1" - US-Sanktionen gegen Iran-Tanker

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Das Gezerre um den iranischen Supertanker "Adrian Darya-1" geht weiter. Der US-Zorn könnte bald auch Dritte treffen.

Die iranische Nationalflagge weht auf dem Supertanker. Archivbild
Seit Mitte August ist der Supertanker im Mittelmeer unterwegs.
Quelle: Marcos Moreno/AP/dpa

Die USA haben den iranischen Öltanker "Adrian Darya-1" und den Kapitän des Schiffs mit Sanktionen belegt. Damit könnte die US-Regierung in einem nächsten Schritt auch Strafmaßnahmen gegen Häfen oder Unternehmen verhängen, die sich auf Geschäfte mit dem Supertanker einlassen.

Nach US-Angaben steht der Frachter im Dienst der Iranischen Revolutionsgarden, die von Washington als Terrororganisation eingestuft werden. Der Supertanker ist seit Mitte August im Mittelmeer unterwegs.

Warnung aus Washington

Das US-Finanzministerium teilte am Freitag (Ortszeit) in Washington mit, der Tanker werde gemäß eines Anti-Terrorismus-Dekrets als "beschlagnahmtes Eigentum" betrachtet. Wer der "Adrian Darya 1" Unterstützung gewähre, riskiere, ebenfalls mit Sanktionen belegt zu werden, erklärte das Ministerium weiter. Der Tanker habe 2,1 Millionen Barrel Rohöl transportiert, "wovon letztendlich die Al-Kuds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden profitieren wird", erklärte das Ministerium.

Großbritannien hatte den mit iranischem Erdöl beladenen Tanker Anfang Juli vor dem britischen Überseegebiet Gibraltar unter dem Verdacht festgesetzt, dass er entgegen der EU-Sanktionen Öl nach Syrien liefern wolle. Die rechtlich umstrittene Entscheidung führte zu einem langen Streit mit dem Iran, in dessen Zuge die iranischen Revolutionsgarden einen britischen Tanker im Persischen Golf festsetzten.

Syrien hängt von iranischem Öl ab

Ein Gericht in Gibraltar hatte dem Supertanker, der früher unter dem Namen "Grace 1" unterwegs war, entgegen des Widerstands der US-Regierung am 15. August die Weiterfahrt erlaubt. Bedingung war, dass der mit Rohöl im Wert von 140 Millionen Dollar beladene Tanker unter iranischer Flagge fährt. Die Regierung im Bürgerkriegsland Syrien ist seit dem Verlust ihrer Ölfelder im Osten des Landes abhängig von iranischen Öllieferungen.

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