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Terrorismus - Behörden vereiteln islamistischen Anschlag

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In Schwerin hat die Polizei einen 19-jährigen Syrer festgenommen: Offenbar hatte er einen Sprengstoff-Anschlag geplant und schon mit den konkreten Vorbereitungen begonnen.

Ein Syrer ist in Schwerin wegen des dringenden Verdachts auf Vorbereitung eines islamistisch motivierten Sprengstoffanschlags festgenommen worden. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstagmorgen mit. Spezialkräfte der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes seien im Einsatz gewesen. Zudem würden die Wohnungen des Beschuldigten sowie weiterer bislang nicht verdächtiger Personen durchsucht. Auch in Hamburg gab es Durchsuchungen.

Der wegen Terrorverdachts in Schwerin festgenommene Syrer war wohl ein "radikalisierter Einzeltäter", so ZDF-Korrespondent Thomas Hass aus Schwerin.

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Das Ziel: möglichst viele Menschen töten

Nach den bisherigen Ermittlungen ist der 19-jährige Beschuldigte dringend verdächtig, einen islamistisch motivierten Anschlag mit hochexplosivem Sprengstoff in Deutschland geplant und bereits konkret vorbereitet zu haben. Nach Informationen des ZDF-Terrorismusexperten Elmar Theveßen hatte der Verdächtige alle Zutaten für einen Sprengsatz mit TATP beisammen. Diese Art Sprengstoff wurde unter anderem bei den verheerenden Anschlägen in Paris im November 2015 eingesetzt.

Der junge Mann war offenbar schon länger im Visier der Behörden. Bereits im Juli 2017 habe er den Entschluss gefasst, in Deutschland einen Sprengsatz zu zünden, um eine möglichst große Anzahl von Personen zu töten und zu verletzen.

Geplanter Anschlagsort unklar

Seit Juli habe er mit der Beschaffung von Bauteilen und Chemikalien begonnen, die für die Herstellung eines Sprengsatzes benötigt werden. Ob der Beschuldigte bereits ein konkretes Ziel für seinen Sprengstoffanschlag ins Auge gefasst hatte, sei noch unklar. Hinweise auf eine Einbindung des Beschuldigten in eine terroristische Vereinigung hatte die Bundesanwaltschaft zunächst nicht.

In Deutschland hat es bereits wiederholt Festnahmen von Verdächtigen gegeben, die aus islamistischen Motiven einen Anschlag vorbereitet haben sollen - so zuletzt am Mittwoch vergangener Woche in Berlin: ein 40-Jähriger, den die Ermittlungsbehörden der Islamistenszene zurechnen.

Im Juli 2016 sprengte sich im bayerischen Ansbach ein 27-Jähriger syrischer Flüchtling auf einem Platz vor einem Musikfestival in die Luft, 15 Menschen wurden verletzt.

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