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Mutmaßlicher Chemiewaffenangriff - 500 Patienten mit Giftsymptomen eingeliefert

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Weitere Hinweise auf einen mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Duma: 500 Patienten sollen nach Angaben der WHO an Vergiftungssymptomen leiden.

Rauchsäulen über der syrischen Stadt Duma
Quelle: dpa

Die Hinweise auf einen mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz im syrischen Duma mehren sich. Die Symptome von rund 500 Patienten entsprächen einer Belastung mit giftigen Chemikalien, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO am Mittwoch in Genf mit. Besonders gebe es Anzeichen von schweren Irritationen der Schleimhäute, Atemversagen und Störungen des zentralen Nervensystems. Mehr als 70 Menschen, die während der Angriffe in Kellern Schutz gesucht hatten, sollen nach Informationen der WHO während der Angriffe gestorben sein, 43 durch die Belastung mit giftigen Substanzen.

Untersuchungen laufen - Eskalation droht

Die Organisation forderte ungehinderten Zugang zu dem Gebiet, um Betroffenen helfen zu können. "Wir sollten empört sein über diese entsetzlichen Bilder und Berichte", sagte Peter Salama, Leiter des WHO-Nothilfeprogramms. Für die Untersuchung des Angriffs selbst ist die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zuständig. Diese kündigte am Dienstag an, bald Experten nach Duma zu schicken. Einen genauen Termin nannte sie nicht, es seien aber bereits Informationen gesammelt und analysiert worden.

Mehrere westliche Regierungen hatten den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz verantwortlich gemacht. Die USA, Frankreich und Großbritannien berieten sich über mögliche Reaktionen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, Angriffe auf "chemische Kapazitäten" in Syrien seien möglich. US-Präsident Donald Trump drohte am Mittwoch auf Twitter mit Raketenangriffen. "Mach dich bereit, Russland, denn sie werden kommen", schrieb er am Mittag. Den syrischen Präsidenten Assad bezeichnete er als "mit Gas tötendes Tier". Der russische Botschafter im Libanon Alexander Sasypkin hatte zuvor angekündigt, im Falle eines amerikanischen Angriffs würden die Raketen abgeschossen und die Abschussvorrichtungen angegriffen werden.

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