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Mehrere Tote - Taifun "Mangkhut" verwüstet Nord-Philippinen

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Umgestürzte Bäume, zerfetzte Dächer, Überschwemmungen: Der Taifun "Mangkhut" hat auf den Philippinen schwere Schäden angerichtet. Das genaue Ausmaß ist noch unklar.

Der Taifun "Mangkhut" hat auf den Philippinen mindestens zwölf Menschen getötet. Der Sturm entwurzelte Bäume, zerstörte Häuser und löste zahlreiche Erdrutsche aus. Mehr als vier Millionen Menschen waren nach Angaben der Behörden vom Samstag ohne Strom. Die Zahl der Toten werde vermutlich noch steigen, sagte der Chef des philippinischen Rats für Katastrophenschutz, Ricardo Jalal. Berichte aus betroffenen Regionen erreichten die Behörden nur schleppend, Rettungskräfte hätten viele Gebiete noch nicht erreicht.

Hongkonger sollen sich "auf das Schlimmste" einstellen

"Mangkhut" zog weiter in Richtung China, wo der Nationale Wetterdienst den Wirbelsturm am späten Sonntagabend oder in der Nacht zum Montag an der Südküste und auf der Tropeninsel Hainan erwartet. Auch die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong bereitet sich auf die Ankunft des Sturms vor. Behörden riefen die die Hongkonger auf, sich "auf das Schlimmste" einzustellen.

Rund 3.000 Arbeiter wurden von Plattformen im Südchinesischen Meer in Sicherheit gebracht, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zudem ordneten die Behörden an, dass mehr als 6.000 Schiffe zurück in die Häfen fahren sollen. Einige Fährverbindungen wurden eingestellt.

Am Samstagmorgen war der Taifun begleitet von starken Regenfällen im Norden der Philippinen auf Land getroffen. Dabei schwächte er sich mit Windgeschwindigkeiten von 170 Kilometern pro Stunde etwas ab. Böen erreichten 260 Kilometer pro Stunde. Insgesamt sollen dort mindestens 5,2 Millionen Menschen von dem Sturm betroffen sein. Das Rote Kreuz der Philippinen geht aufgrund der Zerstörungskraft sogar von bis zu zehn Millionen Betroffenen aus. Der Taifun bringe ein 900 Kilometer breites Band aus Regenwolken mit sich, erklärte die Wetterbehörde. "Die Schneise von 'Mangkhut' ist breiter, das heißt, eine große Fläche wird betroffen sein, und er ist in der Lage, bei den Menschen viel Leid auszulösen", sagte der Chef des örtlichen Roten Kreuzes.

Gefährlicher als "Florence"

"Mangkhut" ist nach Einschätzung des Rückversicherers Munich Re weit gefährlicher für die Bevölkerung als Ex-Hurrikan "Florence" an der US-Ostküste. "Humanitär ist 'Mangkhut' das ernstere Ereignis", sagte Ernst Rauch, Leiter der Klimaforschung des weltgrößten Rückversicherers. Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht. Einer der stärksten Taifune der vergangenen Jahre war "Haiyan" im November 2013. Damals starben mehr als 6.300 Menschen, mehr als vier Millionen verloren ihr Zuhause.

Karte der errechneten Zugbahn von Wirbelsturm "Mangkhut"
Karte der errechneten Zugbahn von Wirbelsturm "Mangkhut" (Stand: 14.09.2018)
Quelle: ZDF/Pagasa
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