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Tarifabschluss in der Systemgastronomie - Mehr Geld für Fast-Food-Beschäftigte

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Mitarbeiter von McDonald's, Burger King, Starbucks und Co. bekommen künftig mehr Geld. Die großen Schnellrestaurant-Ketten und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich in der Nacht zum Freitag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden, Warnstreiks und Schlichtung steht der Kompromiss: Er sieht Lohnerhöhungen zwischen 7,3 und 8,7 Prozent in drei Stufen vor. Das Einstiegsgehalt liegt ab 1. August 2017 bei 9 Euro pro Stunde. Darauf einigten sich die NGG und der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS).

Der neue Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019, hieß es von der Gewerkschaft. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen demnach in den kommenden 29 Monaten in allen drei Ausbildungsjahren um 60 Euro.

NGG: "Mehr wert als der Mindestlohn"

"Mit einer Erhöhung von insgesamt 7,6 Prozent, verteilt über eine Laufzeit von 29 Monaten, haben wir ein zukunftsfähiges Ergebnis erzielt", erklärte Gabriele Fanta, Präsidentin des Bundesverbands der Systemgastronomie (BdS), am Freitagmorgen. "Dieser Abschluss bietet unseren Beschäftigten weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten und belegt unseren Branchenanspruch als Chancengeber."

Der Verhandlungsführer und stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft NGG, Guido Zeitler, erklärte: „Mit diesem Tarifabschluss wird der Abstand der untersten Lohngruppe zum Mindestlohn deutlich ausgebaut – damit haben wir ein wichtiges Ziel erreicht: Die anstrengende und verantwortungsvolle Arbeit in der Systemgastronomie ist mehr wert als Mindestlohn."

Der Bundesverband der Systemgastronomie vertritt rund 800 Unternehmen mit rund 100.000 Beschäftigten und mehr als 2700 Filialen. Dazu gehören unter anderem auch Kentucky Fried Chicken, Starbucks und die Pasta-Kette Vapiano.

Die NGG hatte unter anderem McDonald's vorgeworfen, seine Beschäftigten "mit Niedrigstlöhnen abspeisen" zu wollen. Dass Mitarbeiter mit einem Vollzeitjob ihren Lohn letztlich mit staatlichen Leistungen aufstocken müssten, trage zur sozialen Ungerechtigkeit bei. Die Gewerkschaft hatte seit Jahresbeginn bereits mehrfach zu Protestaktionen und Warnstreiks aufgerufen.

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