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Tarifverhandlungen - Schlichterspruch für Bauwirtschaft

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Nach einer langen Nacht hat der Schlichter gesprochen. Ob die Bau-Tarifparteien den Vorschlag von Wolfgang Clement annehmen, ist aber offen.

Die IG BAU hatte sechs Prozent mehr Lohn gefordert. Archivbild
Die IG BAU hatte sechs Prozent mehr Lohn gefordert. Archivbild
Quelle: Paul Zinken/dpa

Die Tarifverhandlungen für rund 800.000 Bauarbeiter sind mit einem Schiedsspruch des Schlichters Wolfgang Clement beendet worden. Das teilten die Arbeitgeber und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nach einer rund 19-stündigen Schlichtungsrunde in Berlin mit.

Über die Details des Schlichterspruchs wollen beide Seiten in einer Pressekonferenz um 9.00 Uhr informieren. Damit bleibt zunächst offen, ob beide Seiten den von Clement vorgeschlagenen Kompromiss akzeptieren.

Baubranche boomt seit Jahren

Die Konfliktparteien hatten die Verhandlungen unter der Führung des langjährigen Schlichters und ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement am Freitag wiederaufgenommen. Eine erste Runde am Montag war ergebnislos geblieben. Die Gewerkschaft IG BAU hatte zuletzt sechs Prozent mehr Lohn gefordert für zwölf Monate Laufzeit. Die Arbeitgeber boten nach eigenen Angaben ein Plus von 4,2 Prozent an, bei einer Laufzeit von 22 Monaten und einer Einmalzahlung von 400 Euro.

Die Baubranche boomt seit Jahren, da wegen der niedrigen Zinsen viele private Häuslebauer ihren Traum der eigenen vier Wände verwirklichen. Zudem stecken immer mehr Investoren mangels attraktiver Anlagemöglichkeiten Geld in den Immobilienmarkt. Die Branchenverbände HDB und ZDB peilen für 2018 den höchsten Umsatz seit 23 Jahren an. Die Einnahmen dürften um rund vier Prozent auf gut 117 Milliarden Euro steigen.

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